Arbeitsfrühstück mit dem sudanesichen Premierminister Dr. Abdalla Hamdok, 14.2.2020

Nach monatelangen Protesten und der Absetzung von Langzeitpräsident Omar al-Bashir einigten sich Militär und Zivilgesellschaft im Sudan im August 2019 auf die Bildung einer gemeinsamen Übergangsregierung mit Premierminister Dr. Abdalla Hamdok an der Spitze.

Hamdok kam anlässlich der Münchner Sicherheitskonferenz für ein Gespräch mit Bundeskanzlerin Merkel am 14.2.2020 nach Berlin. Am Tag zuvor hatte der Bundestag die Wiederaufnahme der Entwicklungszusammenarbeit mit dem Sudan verabschiedet, nachdem diese für 30 Jahre ausgesetzt gewesen war.


Vor diesem Hintergrund lud die Deutsche Afrika Stiftung Abgeordnete des Bundestags und politische Entscheidungsträger aus dem Auswärtigen Amt und dem Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung sowie Vertreterinnen der politischen Stiftungen zu einem Frühstück mit Premierminister Hamdok ein. Dabei betonte Hamdok die Notwendigkeit der Fortsetzung der Transformation in seinem Land. Sein Hauptanliegen sei es, den Krieg im Land zu beenden. Daneben sei die Verbesserung der wirtschaftlichen Lage aller Menschen im Sudan sein wichtigstes Anliegen.


Grundlegende Voraussetzung für die Zukunft des Sudans sei eine harmonische Partnerschaft von Militär und Zivilgesellschaft und die Anerkennung der Vielfältigkeit des Lands. Dies schließe Religionsfreiheit ein. Auch die christlichen Kirchen im Sudan seien jetzt frei.


Hamdok wies auf die hohe Anzahl an Binnenflüchtlingen im Sudan sowie auf die omnipräsenten Auswirkungen des Klimawandels hin. Er betonte, dass der Sudan mit dem Sahel und den Ländern am Horn von Afrika weiter von einer Reihe von Krisenherden umgeben sei. Sudan wolle mit allen Nachbarn einen außenpolitischen Dialog führen. Dies gelte insbesondere für den Südsudan. Nicht zufällig habe ihn seine erste Reise im Amt als Premierminister in die südsudanesische Hauptstadt Juba geführt.


Deutschland und die internationale Gemeinschaft bat Hamdok, den Transformationsprozess im Sudan weiter energisch zu unterstützen.

 

 

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