KW 17: Ambitioniert

Pressespiegel vom 18.04. - 26.04.

 
Neuer Premierminister in Mali ernannt

In Mali ernannte Präsident Ibrahim Boubacar Keita am Montag den ehemaligen Finanzminister und seinen engen Vertrauten, Boubou Cissé, zum neuen Premierminister. Zuvor war die Regierung von Cissés Vorgänger Soumeylou Boubèye Maïga geschlossen zurückgetreten. Sie kam damit einem Misstrauensvotum im Parlament zuvor. Schon länger sah sich die malische Regierung auf Grund der sich verschlechternden Sicherheitslage wachsender Kritik ausgesetzt. Der Norden des westafrikanischen Landes wird von radikalen islamistischen Gruppierungen kontrolliert, aber auch im Zentrum des Landes haben ethnische Konflikte in jüngster Vergangenheit dramatische Ausmaße angenommen. Der 45-jährige neue Premier steht daher nun insbesondere vor der Aufgabe, die Sicherheitslage des Landes zu verbessern und militante Gruppen zu entwaffnen. Um den vielfältigen ethnischen Spannungen im Land entgegenzuwirken, wurde Cissé zudem von Präsident Keita beauftragt, eine möglichst inklusive Regierung aufzustellen.


Ugandischer Oppositionspolitiker Bobi Wine nach Hausarrest wieder frei

Am Montag wurde der ugandische Oppositionspolitiker Robert Kyagulanyi, besser bekannt unter seinem Künstlernamen Bobi Wine, von der Polizei festgenommen und unter Hausarrest gestellt. Der 36-jährige Popstar und Abgeordnete war auf dem Weg zu einem Veranstaltungsort, um ein Konzert zu geben. Dieses war jedoch zuvor von den ugandischen Behörden wegen Sicherheitsbedenken abgesagt worden. 124 weitere geplante Auftritte des populären Regimekritikers wurden nun ebenfalls von der ugandischen Polizei verboten. Überraschend tauchte Wine am Donnerstag dennoch in der Öffentlichkeit auf: Er hatte sein Haus trotz der Überwachung unerkannt verlassen und sprach zu seinen Anhängern auf einer Beerdigung in seinem Heimatort. Lokalen Medienberichten zufolge hat die ugandische Polizei den Hausarrest inzwischen offiziell aufgehoben und die Sicherheitskräfte abgezogen. Wine, der die Regierung von Langzeitpräsident Yoweri Museveni öffentlich wiederholt kritisiert, hatte unlängst angekündigt, bei den Präsidentschaftswahlen 2021 kandidieren zu wollen.


Und sonst?

In Ghana ist der größte medizinische Drohnen-Dienst in Betrieb genommen worden. So können lebensrettende Medikamente, Impfstoffe und Bluttransfusionen per Drohne an medizinische Versorgungszentren in etwa 30 Minuten geliefert werden. Das Drohnenprojekt einer US-amerikanischen Firma erreicht insgesamt rund 12 Millionen Menschen, etwa die Hälfte der Bevölkerung. Damit soll die medizinische Nothilfe in ländlichen Gebieten verbessert werden, wo die Kühlkette von Medikamenten oftmals nicht gewährleistet werden kann. Ein ähnliches Projekt mit kleinerer Reichweite startete bereits 2016 in Ruanda.


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