KW 27: Wechselnde Währungen

Pressespiegel vom 28.06. - 05.07.

 

Engpass in Simbabwe nach Fremdwährungsverbot
In Simbabwe müssen Staatsbürger künftig lange auf einen neuen Pass warten. Die Ausstellung neuer Pässe wurde am Montag auf unbestimmte Zeit eingestellt, dringende Anträge erhielten eine Wartezeit von 18 Monaten. Grund hierfür ist das Verbot von Fremdwährungen, das vergangene Woche von der simbabwischen Regierung per Dekret praktisch über Nacht angeordnet wurde. Die Regierung von Präsident Emmerson Mnangagwa hat somit die erst im Februar geschaffene Übergangswährung RTGS Dollar in den Zimbabwe Dollar überführt, diesen vom US-Dollar entkoppelt und zum einzigen gesetzlich erlaubten Zahlungsmittel des Landes erklärt. Mit diesem drastischen Schritt soll der schlechten wirtschaftlichen Lage entgegengewirkt werden. Nun aber können Güter, die - wie etwa das Material für Reisepässe - importiert werden müssen, aus Mangel an internationaler Währung nicht ins Land gebracht werden. Simbabwe leidet auch unter Mnangagwa weiter unter hoher Inflation, die im Mai dieses Jahres auf 98% anstieg. Kritiker sehen derweil den Schritt der Wiedereinführung des Zimbabwe Dollars als verfrüht an.


ECOWAS beschließt Einführung gemeinsamer Währung
Die gemeinsame Währung der Westafrikanischen Wirtschaftsgemeinschaft (ECOWAS) soll ECO heißen und 2020 eingeführt werden. Hierauf einigten sich die Regierungschefs der ECOWAS-Staaten am Samstag bei ihrem 55. Gipfeltreffen in Abuja, Nigeria. Durch den Abbau von Handels- und Währungshemmnissen in der zukünftigen Währungsunion erhoffen sich die ECOWAS-Staaten, Anreize für ein starkes Wirtschaftswachstum zu schaffen. Beobachter halten den anvisierten Zeitplan für zu ehrgeizig. Die großen wirtschaftspolitischen Unterschiede und die sicherheitspolitischen Herausforderungen der Region stünden der Einführung der neuen Währung ebenfalls entgegen. Zudem wurde die Einführung einer gemeinsamen Währung in der Vergangenheit bereits mehrfach verschoben. An die Einführung des ECO sind darüber hinaus fiskalpolitische Bedingungen geknüpft. So dürfen Mitgliedsstaaten beispielsweise nur eine maximale Inflationsrate von 5% vorweisen, um die Währung implementieren zu können. Der Großteil der Länder ist dabei teilweise weit von den Zielvorgaben entfernt. Dass die acht der 15 ECOWAS-Staaten, die derzeit den an den Euro gekoppelten CFA Franc als Währung führen, diesen durch den ECO ablösen wollen, wird jedoch als starkes politisches Signal gewertet.


Und sonst?
Um die tatkräftige Unterstützung der Nationalmannschaft im Achtelfinale des Africa Cup of Nations zu garantieren, hat Madagaskars Präsident Andry Rajoelina ein Sonderflugzeug für Fans gechartert. Rajoelina reagiert damit auf eine Welle von Fan Nachrichten über Social Media, die damit gedroht hatten, die Reise nach Ägypten ohne Regierungsunterstützung nicht antreten zu wollen. Umsonst ist die Reise jedoch nicht: 525€ kostet ein All-Inclusive Ticket. Madagaskar qualifizierte sich letzten Sonntag überraschend zum ersten Mal in der Geschichte des Landes für die K.-o.-Runde des kontinentalen Fußballwettbewerbs und trifft am Sonntag in der Runde der letzten 16 auf die D.R. Kongo. 


Ägypten

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Gabun

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