KW 38: Die Zeichen stehen auf Wandel

Pressespiegel vom 13.09. - 20.09.

 

Anlässlich des heutigen Weltklimastreiks widmet sich auch der Pressespiegel klimarelevanten Themen. Der afrikanische Kontinent zählt zu den weltweit am stärksten vom Klimawandel betroffenen Regionen.

 

Verheerende Dürre in Sambia
Nach Namibia hat nun auch Sambia mit einer extremen Dürre zu kämpfen, für deren Ausmaß Experten den Klimawandel verantwortlich machen. Bereits in den letzten sieben Jahren haben die Regenfälle in dem Staat im Süden Afrikas signifikant abgenommen und auch dieses Jahr lässt sich laut sambischen Agrarministerium ein Rückgang von durchschnittlichen 800 – 1000 Millimeter Niederschlag auf gerade mal 327 Millimeter pro Quadratmeter feststellen. Die Folge: Sambia verzeichnet nicht nur einen drastischen Ernterückgang, der sich negativ auf das Wirtschaftswachstum des Landes auswirkt, sondern steuert auch auf eine verheerende Lebensmittelknappheit im Land zu. So werden dieses Jahr magere 5.000 Tonnen Mais produziert - vor zehn Jahren waren es noch 60.000 Tonnen. Ähnliche Entwicklungen lassen sich im gesamten südlichen Afrika erkennen, wie die Dürren in Namibia und Südafrika sowie Extremwetterereignisse wie Zyklon Idai in Mosambik, Simbabwe und Malawi zeigen. Eine Studie des südafrikanischen Umweltministeriums verdeutlicht die Auswirkungen und das Ausmaß des Klimawandels, mit dem das südliche Afrika zu kämpfen hat. Während Südafrika einen Temperaturanstieg von 2 Grad Celsius im Vergleich zu vor hundert Jahren aufweist, liegt der Unterschied im Nachbarland Botswana bereits bei drei Grad.


Afrikas Grüne Mauer zu 15% fertiggestellt
Die Great Green Wall (Afrikas Grüne Mauer) zählt zu Afrikas Vorzeigeinitiativen im Kampf gegen den Klimawandel. Das von der Afrikanischen Union im Juli 2007 ins Leben gerufene Projekt hat das Ziel, der voranschreitenden Wüstifizierung der Sahelzone entgegenzuwirken. Damit sollen die Degradierung und Erosion der Böden in ländlichen Gebieten verlangsamt und gleichzeitig die Ernährungssicherheit nachhaltig verbessert werden. Das ambitionierte Ziel: einen rund 8.000 km langen und 15 km breiten Grüngürtel anzulegen, der sich von Dakar bis Dschibuti erstreckt. Insgesamt 21 afrikanische Länder beteiligen sich an der über die Sahelzone hinausgehenden Initiative. Laut Plan wird der Grüngürtel aus Baumarten bestehen, die an die lokalen Klimabedingungen angepasst sind. Langfristig sollen so die Wasserspeicherkapazitäten der Böden erhöht werden. Damit geht auch die Hoffnung einher, dringend benötigte Wasserreserven für die Landwirtschaft zu schaffen, die in diesen Regionen schon seit Jahren unter Wasserknappheit leidet. Erste Erfolge sind bereits sichtbar, so wurden bisher etwa im Senegal mehr als 12 Millionen neuer dürreresistenter Bäume gepflanzt und im Niger rund fünf Millionen Hektar Land revitalisiert, womit die Getreideversorgung für mehr als 2,5 Million Menschen garantiert werden konnte. Nach Fertigstellung wird Afrikas Grüne Mauer das größte organische Bauwerk der Welt sein, dreimal so groß wie das Great Barrier Reef in Australien. Bis dahin bleibt viel Arbeit, denn bisher ist das Projekt erst zu 15% komplett.


Und sonst?
Das Oberste Gericht in Eswatini hat entschieden, Frauen in der Ehe als vollständige juristische Person anzuerkennen. Laut Urteil stehe Artikel 25 des Marriage Act von 1964, der den Status der Frau in der Ehe bisher festlegt, in starkem Widerspruch zum Verfassungsgrundsatz der Gleichheit vor dem Gesetz. Demnach unterlagen Ehefrauen bisher der sogenannten Marital Power des Ehemanns, d.h. dem Recht des Mannes, über die Frau und ihr Eigentum zu entscheiden. Auch war es Frauen nicht gestattet, Grundbesitz zu erwerben, Geschäfte zu führen oder für ein öffentliches Amt zu kandidieren, ohne zuvor die Zustimmung des Ehepartners einzuholen.

 

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