KW 43: In eigener Sache

 

Bundeskanzlerin überreicht Deutschen Afrika-Preis an kenianische IT-Pionierin

Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel überreichte am Mittwochabend den Deutschen Afrika-Preis an die Kenianerin Juliana Rotich, die hiermit für ihr herausragendes soziales und unternehmerisches Engagement im Bereich der digitalen Revolution in Afrika ausgezeichnet wurde. In einer feierlichen Zeremonie mit über 300 Gästen aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft gratulierte die Bundeskanzlerin im Allianz Forum am Brandenburger Tor Frau Rotich zur Auszeichnung und lobte die Kenianerin für ihr "herausragendes gesellschaftspolitisches Gespür und unternehmerisches Können". Juliana Rotich sei ein Vorbild für Frauen, die mit ihren Ideen die wirtschaftliche und soziale Entwicklung nicht nur des afrikanischen Kontinents vorantreiben können. 

 

Rotich zeigte in der Vergangenheit mehr als einmal, wie digitale Produkte „made in Africa" nicht nur die Entwicklung des afrikanischen Kontinents nachhaltig vorantreiben, sondern auch den Weltmarkt erobern können. Dabei steht für die Kenianerin stets der gesellschaftliche Nutzen im Zentrum ihrer Arbeit. Als Mitgründerin der Open-Source-Plattform Ushahidi, auf der Nutzer Ereignisse wie Menschenrechtsverletzungen, Korruptionsvorfälle oder Wahlbetrug per SMS oder E-Mail in Echtzeit hochladen und auf einer Online-Karte geographisch verorten können, ist es Juliana Rotich gelungen, eine einzigartige Mischung aus sozialem Aktivismus, Bürgerjournalismus und Geoinformationen zu schaffen. Inzwischen wird Ushahidi in über 160 Ländern zur Krisenreaktion, Wahlbeobachtung sowie Einforderung von Transparenz und öffentlicher Rechenschaftspflicht angewandt. In dem Technologieunternehmen BRCK, welches Rotich mitgründete, war sie maßgeblich an der Entwicklung eines batteriebetriebenen Multiverbindungsgeräts beteiligt, welches bis zu acht Stunden ohne Strom auskommt – somit ermöglicht der sogenannte SupaBRCK auch Menschen in infrastrukturschwachen und Krisenregionen zuverlässigen Internetzugang.

 

Mit ihrem neuesten Projekt Scale möchten Rotich und ihr Team kleine und mittelständische Unternehmen (KMU) bei der Bewerbung auf Ausschreibungen der kenianischen Regierung unterstützen, von denen 30% für Jungunternehmer, Frauen und Menschen mit Behinderungen vorgesehen sind, die bisher nicht voll ausgeschöpft werden. Scale soll durch die Erhöhung der Auftragsvergabe an qualifizierte KMU nicht nur zur wirtschaftlichen Inklusion marginalisierter Gruppen beitragen, sondern insbesondere dringend benötigte Jobs in der Privatwirtschaft schaffen. Rotich hat den Preis Learning Lions gewidmet, einem kenianischen IT-Schulungszentrum in Turkana, welches jungen Erwachsenen in entlegenen Gebieten IT-Kenntnisse vermittelt und es ihnen ermöglicht, digitale Unternehmen zu gründen.

 

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