KW 24: Signale setzen

Pressespiegel vom 07.06. - 14.06.

 

Proteste in Liberia
In Liberias Hauptstadt Monrovia haben sich letzten Freitag Tausende Demonstranten versammelt, um gegen Präsident George Weah, steigende Preise und Korruption zu demonstrieren. Organisiert wurde der Protest vom Rat der Patrioten (COP), welcher sich aus einer Koalition von zivilgesellschaftlichen und oppositionellen Gruppen zusammensetzt. Die Regierung reagierte mit einer Blockade der sozialen Medien und begründete diesen Schritt mit gestiegenen Sicherheitsbedenken. Der ehemalige FIFA- Weltfußballer des Jahres George Weah wurde 2018 vor dem Hintergrund seiner Wahlversprechen zur Reformierung der Wirtschaft und dem Kampf gegen die Korruption mit großer Zustimmung in das Präsidentenamt gewählt. Bisher konnte er Korruptionsskandale der liberianischen Zentralbank jedoch nicht zur Zufriedenheit der Bevölkerung aufklären. Seine Kritiker werfen ihm zudem die Einschüchterung oppositioneller Kräfte und Einschränkung der Redefreiheit vor. Die schlechte Wirtschaftslage sowie die steigende Inflation erwecken darüber hinaus Unmut in der Bevölkerung. Unterdessen hat Präsident Weah den Kritikern Dialogbereitschaft signalisiert.


Ghana und Côte d’Ivoire stoppen Kakaoverkauf
Ghana und Côte d´Ivoire haben den Verkauf ihrer Kakaoernte für 2020/21 bis auf Weiteres eingestellt. Als Grund nannten die beiden Länder die unfaire Beteiligung der Produzenten an den weltweiten Gesamterlösen. Der globale Markt für Kakaoprodukte ist etwa 86 Milliarden Euro wert, davon gehen ca. 5,3 Milliarden Euro an die eigentlichen Produzenten. Die jeweiligen nationalen Produzentenorganisationen aus Ghana und Côte d’Ivoire fordern einen festgesetzten Grundpreis von 2.300 Euro für eine Tonne Kakao. Seit einem globalen Preisfall 2016 stecken die Kakaoproduzenten in der Krise, der momentane Weltmarktpreis schwankt zwischen 760 und 1.600 Euro pro Tonne. Ghana und Côte d’Ivoire vereinen zusammen etwa 60% der weltweiten Kakaoproduktion auf sich. In der Vergangenheit konnte dieser Wettbewerbsvorteil allerdings nicht ausgenutzt werden, da sich die beiden westafrikanischen Nationen nicht auf ein einheitliches Preisniveau einigen konnten. Insofern nannten die jeweiligen Produzentenorganisationen den nun angekündigten Verkaufsstopp einen historischen Schritt, der den internationalen Kakaopreis an einem Tag um 1,4% steigen ließ.


Und sonst?
Drei Studenten der kenianischen Strathmore University School of Law gingen als Gewinner des seit 2002 jährlich stattfindenden John H. Jackson Moot Court-Wettbewerb zum Welthandelsrecht in Genf hervor. Insgesamt nahmen Studenten aus 90 Jura-Fakultäten aus aller Welt an dem einzigen globalen Studentenwettbewerb zum WTO-Recht teil. Im Finale setzten sich die Studenten gegen die Harvard Law School durch und sind somit das erste afrikanische Team, das diesen Wettbewerb gewinnen konnte.  

 

Äquatorialguinea 

Algerien

Äthiopien

Benin

Botswana

Burkona Faso

Cote d'ivoire

Eritrea

Gabun

Gambia

Ghana

Guinea

Kamerun

Kenia

Demokratische Republik Kongo

Republik Kongo

Libyen

Liberia

Madagaskar

Malawi

Mali

Marokko

Mauretanien

Mosambik

Niger

Nigeria

Ruanda

Sambia

Senegal

Simbabwe

Somalia

Südafrika

Sudan 

Tansania

Tunesien

Togo

Tschad

Uganda

Zentralafrikanische Republik

Und sonst?

 

DAS Newsletter

DAS Pressemeldungen DAS Pressespiegel Veranstaltungen

 

Nutzungsbedingungen