KW 47: In eigener Sache

 

Am gestrigen Abend wurde in Berlin der Deutsche Afrika-Preis an den Menschenrechtsanwalt Nicholas Opiyo aus Uganda verliehen. Überreicht wurde der Preis von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier in einer feierlichen Zeremonie mit über 250 Gästen aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft im Allianz Forum am Brandenburger Tor.

 

Geehrt wurde Nicholas Opiyo für seinen herausragenden Einsatz bei der Verteidigung von Menschenrechten und politischen Freiheiten in Uganda.

 

"Die Würde des Menschen [...] ist kein Luxus westlicher Verfassungen. Gerade deshalb liegt mir der diesjährige Afrika-Preis besonders am Herzen. Denn er geht an einen Mann, der die Missachtung, Verletzung oder Leugnung dieser universellen menschlichen Würde nicht hinnimmt. Und damit sind Sie, verehrter Nicholas Opiyo, Vorbild und Mutmacher für ein Afrika des Aufbruchs.", unterstrich Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier in seiner Laudatio.

 

Mit seiner Organisation Chapter Four Uganda engagiert Nicholas Opiyo sich vor Gericht für die Einhaltung von Bürgerrechten, wobei er - im Gegensatz zu vielen Kollegen - auch nicht vor prominenten politischen Gegnern oder heiklen Themen Halt macht. Obwohl oder weil er politische Unabhängigkeit wahrt, zählt er zu den wichtigsten Meinungsführern des Landes in einem zunehmend autokratischen Umfeld.

 

Internationale Bekanntheit erreichte er durch seine erfolgreiche Klage gegen das Anti-Homosexualitätsgesetz 2014, das daraufhin vom ugandischen Verfassungsgericht für unwirksam erklärt wurde. Zuletzt war Opiyo letzte Wocheim Zentrum der öffentlichen Diskussion in Uganda, als er einen Haftbefehl gegen den sich auf Staatsbesuch im Kampala befindlichen sudanesischen Präsidenten Omar al-Bashir erwirken wollte – zur Auslieferung an den Internationalen Strafgerichtshof, von dem Bashir wegen Verbrechen gegen die Menschlichkeit gesucht wird.

 

Sein unermüdlicher Einsatz für politische Freiheiten und Bürgerrechte hat ihn nicht nur zu einem der maßgeblichen Meinungsführer Ugandas gemacht, sondern auch zu einer Schlüsselfigur für die zukünftige demokratische Entwicklung in Uganda sowie zu einem Hoffnungsträger für viele Menschen inner- und außerhalb des Landes.

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