2. Runder Tisch: Berufsbildung in Afrika

Jedes Jahr müssen ca. 20 Mio. junge Menschen auf dem afrikanischen Kontinent in den Arbeitsmarkt integriert werden. Die Schaffung von Beschäftigungsmöglichkeiten steht daher im Zentrum der politischen Debatte.  Deutschland wird mit seinem System der dualen beruflichen Bildung von vielen afrikanischen Ländern als ein Modell angesehen, um junge Menschen bedarfsgerecht in Beschäftigung zu bringen.
Wie können Programme und Ansätze der Bundesregierung zur Berufsbildung noch stärker priorisiert und gemeinsam mit der Wirtschaft in ein strategisches Gesamtkonzept überführt werden? Welche Maßnahmen plant das BMZ konkret im Bereich der Berufsbildung in Afrika ?

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25.09.
2018

2. Runder Tisch: Berufsbildung in Afrika

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Jedes Jahr müssen ca. 20 Mio. junge Menschen auf dem afrikanischen Kontinent in den Arbeitsmarkt integriert werden. Die Schaffung von Beschäftigungsmöglichkeiten steht daher im Zentrum der politischen Debatte in fast allen afrikanischen Ländern wie auch im „Marshallplan mit Afrika“ des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ).

Dabei gibt es trotz hoher Arbeitslosigkeit einen eklatanten Mangel an Fachkräften für das produzierende Gewerbe und die Industrie in Subsahara-Afrika. Deutschland wird in diesem Zusammenhang mit seinem erfolgreichen System der dualen beruflichen Bildung in enger Zusammenarbeit mit der Wirtschaft von vielen afrikanischen Ländern als ein Modell angesehen, um junge Menschen bedarfsgerecht in Beschäftigung zu bringen. Trotz bereits erfolgreicher AHK-Berufsbildungsaktivitäten in Südafrika und Nigeria sowie einer Vielzahl von Einzelmaßnahmen der verschiedenen Bundesministerien (BMZ, BMWi, BMBF) fehlt es bisher an einem abgestimmten strategischen Ansatz mit der notwendigen finanziellen Ausstattung, um das Erfolgsmodell der beruflichen Bildung in Afrika umfassend zu unterstützen und auszubauen.

Wie können Programme und Ansätze der Bundesregierung zur Berufsbildung noch stärker priorisiert und gemeinsam mit der Wirtschaft in ein strategisches Gesamtkonzept überführt werden? Welche Maßnahmen plant das BMZ konkret im Bereich der Berufsbildung in Afrika ? Was sind die Erfahrungen in Nigeria und Ghana von Berufsbildungspartnerschaften nach dem dualen Modell?

Bei Interesse an einer Teilnahme bei dieser Veranstaltung, wenden Sie sich bitte an info@deutsche-afrika-stiftung.de

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Datum: 25.09.2018
Uhrzeit: 18:30 Uhr
Ort: Deutscher Bundestag


14.06.
2018

Fachgespräch: Vernachlässigte Tropenkrankheiten - Herausforderung für Gesundheit und wirtschaftliche Entwicklung in Afrika

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Fast 600 Millionen Menschen in Subsahara-Afrika leiden an einer oder mehreren vernachlässigten Tropenkrankheiten (neglected tropical diseases - NTDs). NTDs sind zwar nicht zwangsläufig tödlich, sie verursachen aber in der Regel chronische Krankheitsverläufe mit körperlichen Behinderungen und psychischen Leiden.  Zudem steigt die Anfälligkeit für weitere Infektionskrankheiten wie HIV/Aids. Schwangere Frauen sind einem höheren Komplikationsrisiko bei der Geburt ausgesetzt und die Kinder kommen häufig mit körperlichen Beeinträchtigungen zur Welt.

 

Erkrankten Menschen in Afrika ist es aus diesen Gründen oftmals nicht möglich ihre Familien zu ernähren, was einen starken Einfluss auf die Produktivität und wirtschaftliche Entwicklung ganzer Regionen hat.  In Hinblick auf die Bevölkerungsdynamik ist die Bekämpfung von den vernachlässigten Tropenkrankheiten von extremer Wichtigkeit, da derzeit zahllose landwirtschaftlich nutzbare Gebiete aufgrund von zu großer Infektionsgefahr unbewohnbar sind.

 

Vor diesem Hintergrund fand vergangenen Donnerstag das Fachgespräch der Deutschen Afrika Stiftung statt. Nach der Begrüßung von Dr. Georg Kippels MdB und Schirmherr der Veranstaltung, gab Dr. Dirk Engels, der ehemalige Direktor der WHO-Abteilung für NTDs, in seinem Impulsvortrag eine Einführung in das Thema, um schließlich detaillierter auf die Gefahren und Risiken von NTDs einzugehen.

 

Anschließend diskutierten unter der Moderation von Generalsekretär Ingo Badoreck:

 

- Stephanie Njeri Akweyu, Regionalkoordinatorin für NTDs der Christoffel-Blindenmission

- Prof. Dr. Achim Hörauf, Sprecher des Deutschen Netzwerks gegen vernachlässigte Tropenkrankheiten (DNTDs) und Direktor des Instituts für Medizinische Mikrobiologie

- Hans-Peter Baur, Unterabteilungsleiter des Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung

 

Die Diskussion beleuchtete verschiedene Aspekte des Kontextes der vernachlässigten Tropenkrankheiten, wie etwa die Auswirkungen auf die lokale Bevölkerung, Behandlungsmethoden, unterschiedliche Ansätze der effektiven Bekämpfung, Handlungsmöglichkeiten internationaler Akteure wie der WHO, aber auch mögliche Einflüsse der deutschen Politik. Dabei wurde ein detaillierter und fachlich überaus kompetenter Einblick in die komplexe Realität der NTDs gegeben, der durch die anschließende Diskussion mit den Teilnehmenden noch einmal um neue Perspektiven, Ansätze und Expertisen ergänzt wurde.

 

Das Fachgespräch wurde von der Deutschen Afrika Stiftung und dem Deutschen Netzwerk gegen vernachlässigte Tropenkrankheiten veranstaltet.

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Datum: 14.06.2018
Uhrzeit: 18:30 Uhr
Ort: Deutscher Bundestag


7.6.
2018

Fachkonferenz: Nachhaltige Entwicklung Afrikas - Die Rolle von Investitionen und Handel im Spiegel aktueller politischer Initiativen

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Deutschland und Europa haben ein starkes Interesse an der nachhaltigen Entwicklung der afrikanischen Region, die mit großen Herausforderungen konfrontiert ist. Ein starkes Bevölkerungswachstum verlangt die Schaffung von wirtschaftlichen Perspektiven und Arbeitsplätzen. Der Außenhandel mit Europa und Investitionen können zu einer nachhaltigen wirtschaftlichen Entwicklung beitragen. Der Privatsektor spielt dafür eine wichtige Rolle. Dabei steht er, wie auch die internationale Politik, vor der großen Herausforderung, Nachhaltigkeit gewährleisten zu müssen. Internationale und nationale politische Initiativen wie der Compact with Africa, der Marshallplan mit Afrika und die Europäische Investitionsinitiative verfolgen das Ziel, eine nachhaltige Entwicklung Afrikas partnerschaftlich zu unterstützen.

 

Am Donnerstag wurde ausführlich und kontrovers diskutiert, wo die genannten Initiativen stehen, inwiefern sie den tatsächlichen Bedürfnissen afrikanischer Länder entsprechen und wie die geeigneten Instrumente zusammenspielen. Hierbei wurden die Perspektiven verschiedener Politikfelder und Akteure aus den Bereichen Politik, Ministerien, Wissenschaft und Zivilgesellschaft berücksichtigt.

Weitere Informationen zur stattgefundenen Diskussion finden Sie im beigefügten Konferenzprogramm.

 

Die Konferenz führte die Deutsche Afrika Stiftung in Kooperation mit der Stiftung Wissenschaft und Politik und dem Deutschen Industrie- und Handelskammertag (DIHK) durch. 

Bildquelle: Urheber/in: PIDA. Dieses Bild steht unter einer Creative Commons Lizenz.

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Datum: 7.6.2018
Uhrzeit: 9:15 - 13:00
Ort: Stiftung Wissenschaft und Politik


6.6.
2018

Fachgespräch: Die Afrikapolitik des BMZ in der neuen Legislaturperiode

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Insgesamt 28-mal wird Afrika im Koalitionsvertrag erwähnt, häufiger als jede andere außereuropäische Region. Damit bestätigt auch die neue Bundesregierung die herausragende Stellung Afrikas für die deutsche Politik in den nächsten Jahren.

 

Ein Kernstück ist die Weiterentwicklung des im letzten Jahr initiierten „Marshallplan mit Afrika“ des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) und die Compact with Africa Initiative der deutschen G20 Präsidentschaft. Im Zentrum dieser Initiativen steht die Neuausrichtung der deutschen Afrikapolitik auf die Förderung privatwirtschaftlicher Investitionen für eine nachhaltige Entwicklung auf dem afrikanischen Kontinent.

 

Darüber hinaus wird das Fortführen einer ressortübergreifenden Afrikapolitik im Koalitionsvertrag bekräftigt. Der Ausbau und die Vertiefung der Beziehungen zwischen Deutschland und seinen afrikanischen Partnern in allen Bereichen – Wirtschaft, Wissenschaft, Entwicklungs- und Sicherheitspolitik – stehen daher im Mittelpunkt. Allerdings sehen die gerade vorgestellten Eckwerte des Finanzplan des Bundes nach 2019 einen Rückgang der deutschen ODA (Official Development Assistance) Quote vor.

 

Nach der Begrüßung von Volkmar Klein, Entwicklungspolitischer Sprecher der CDU/CSU Bundestagsfraktion und Dr. Ingrid Hamm, Geschäftsführerin der Global Perspectives Initiative referierte die Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesministerium für Wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, Dr. Maria Flachsbarth, in einem Impulsvortrag über die Zukunft der deutschen Afrikapolitik, insbesondere in der neuen Legislaturperiode. Anschließend stellte Prof. Dr. Renate Köcher, Geschäftsführerin des Instituts für Demoskopie Allensbach eine neue Studie vor, die sich detailliert mit der Frage auseinandersetzt, wie die deutsche Entwicklungspolitik in der Öffentlichkeit wahrgenommen wird. Dieser Diskurs wurde auch in der anschließenden Diskussion vermehrt in die Debatte über die deutsche Entwicklungspolitik eingebunden. Der Austausch der Teilnehmenden konnte nach der Veranstaltung bei einem gemeinsamen Empfang fortgeführt werden.

 

Das Fachgespräch wurde von der Deutschen Afrika Stiftung und der Global Perspectives Initiative (GPI) veranstaltet.

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Datum: 6.6.2018
Uhrzeit: 18:30
Ort: Deutsche Parlamentarische Gesellschaft


17.05.
2018

Fachgespräch: Migration aus Afrika – Ursachen, Hintergründe und Perspektiven

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Der Großteil der Migration von Afrikanern findet auf dem Kontinent selber statt. Zurzeit suchen 5,1 Mio. Menschen innerhalb Afrikas Zuflucht und Beschäftigungsmöglichkeiten über ihre Landesgrenzen hinaus , weitere 11,2 Mio. sind Binnenvertriebene im eigenen Land. Dennoch ist seit 2014 das Thema Migration aus Afrika zunehmend in den Mittelpunkt der politischen Debatte gerückt. Seit Januar 2017 sind auch nach rückläufigen Zahlen noch immer ca. 150.000 afrikanische Migranten und Flüchtlinge an Europas mediterranen Außengrenzen erfasst worden. Knapp ein Drittel hiervon stammt allein aus den westafrikanischen Ländern Nigeria, Guinea und Côte d’Ivoire.

 

Die Diskussion wurde durch eine Begrüßung von Seiten der Beauftragten der Bundesregierung für Menschenrechtspolitik und humanitäre Hilfe, Dr. Bärbel Kofler MdB, eröffnet. Im Anschluss diskutierten Joseph Chidiebere, Vorsitzender des Devatop Centre for Africa Development in Nigeria, Claus Stäcker von der Deutschen Welle sowie Dr. Reiner Klingholz, Direktor des Berlin-Instituts für Bevölkerung und Entwicklung. Zentrale Punkte von Herrn Dr. Klingholz betrafen einerseits die Komplexität und häufige Missdeutung aktueller Migrationszahlen aus Afrika in die EU und nach Deutschland, andererseits wurden Faktoren wie das starke Bevölkerungswachstum auf dem afrikanischen Kontinent sowie die Schlüsselrolle von Bildung und ihre Auswirkungen auf Migration näher beleuchtet. Joseph Chidiebere wies vor allem auf den schweren Mangel an sozialen Sicherungssystemen in Nigeria hin und auf die Problematik von daraus resultierendem Menschenhandel. Besonders der jungen Generation im Land wird eine bessere Zukunft in Europa versprochen, was in der Realität des Menschenschmuggels oft mit hoher Verschuldung und Zwangsprostitution endet. Es fehle eine entsprechende Priorisierung auf der Agenda der nigerianischen Regierung. Claus Stäcker fütterte die Debatte mit spannenden Einblicken in die Lage in Afrika, wo oft unrealistische Vorstellungen von der Situation in Deutschland vorherrschen und äußerte sich kritisch in Bezug auf den gegen Ende der Diskussion debattierten "Marshallplan for Africa". Abschließend meldete sich das Publikum mit Fragen und Anregungen zu Wort.

 

Einen detaillierteren Bericht der Veranstaltung bietet der Artikel der DW: Illegal African migration to Germany: What can and should be done vom 18. Mai. 

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Datum: 17.05.2018
Uhrzeit: 18.30 Uhr
Ort: Deutscher Bundestag


19.04.
2018

Diskussion: Simbabwe nach Mugabe - Hoffnung auf den politischen und wirtschaftlichen Wandel?

Insgesamt 37 Jahre war Robert Mugabe in Simbabwe an der Macht. Unter seiner Regierung hat das Land im südlichen Afrika einen beispiellosen politischen und wirtschaftlichen Niedergang erlitten. Schätzungen zufolge liegt die Arbeitslosigkeit heute bei ca. 80%, die Industrieproduktion ist nur zu 50% ausgelastet. Nachdem Mugabe Ende 2017 durch einen Militärputsch entmachtet wurde, ist Emmerson Mnangagwa der neue Mann an der Spitze Simbabwes. Dessen Bilanz fällt nach 100 Tagen im Amt gemischt aus. Ob die für August angekündigten Wahlen ohne eine Reform des maroden Wahlsystems demokratischen Kriterien gerecht werden können, wird daher vom Oppositionsbündnis MDC Alliance in Zweifel gezogen.

 

Dr. Christoph Hoffmann, entwicklungspolitischer Sprecher der FDP-Bundestagsfraktion eröffnete die Diskussion. Anschließend diskutierten Prof. Welshman Ncube, Vorsitzender der Oppositionspartei MDC-N und Principal der MDC Alliance, Matthias Boddenberg, Geschäftsführer der AHK Südliches Afrika und Dr. Beatrice Schlee, Mitarbeiterin des Arnold-Bergsträsser-Instituts unter der Leitung von Moderator Ingo Badoreck, Generalsekretär der Deutschen Afrika Stiftung. Zu Beginn gab Prof. Ncube einen detaillierten Einblick in die Parteienlandschaft Simbabwes. Zudem stellte er heraus, dass der Putsch Ende 2017 keineswegs tiefgreifende Auswirkungen auf das bestehende Regime hatte. Aus wissenschaftlicher Perspektive wurde besonders auf die komplexe politische Lage in dem Land im südlichen Afrika hingewiesen, welche einer generellen Bewertung der politischen Situation im Wege steht. Von Seiten der Wirtschaft wurden von Herrn Boddenberg mit der Liquidität, der Schuldentilgung, der bilateralen wirtschaftlichen Zusammenarbeit und der Energieversorgung vier grundlegende Faktoren für eine Verbesserung der wirtschaftlichen Lage herausgestellt. Ein weiterer zentraler Aspekt der Diskussion waren die anstehenden Wahlen in Simbabwe. Während Prof. Ncube sich optimistisch über den möglichen Sieg seines Oppositionsbündnisses äußerte, teilte Dr. Schlee diese Einstellung nicht. Beide sahen aber vor allem die Entscheidung der ländlichen Bevölkerung als ausschlaggebenden Faktor für das Wahlergebnis an. Die anstehenden Wahlen im August dominierten auch die anschließende Publikumsdiskussion. Sorge bereiteten vor allem die potentielle Einflussnahme auf die Wahlen durch die Machtelite und das Militär sowie die Sicherung einer friedlichen Machtübergabe im Falle eines Sieges der MDC-Alliance. Durch die unterschiedlichen Perspektiven aus Politik, Wissenschaft und Wirtschaft konnte die Diskussion einen detaillierten Einblick in die vergangenen und zukünftigen Ereignisse in Simbabwe geben und darüber hinaus langfristigere Prognosen und Handlungsmöglichkeiten für Politik und Wirtschaft aufzeigen.

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Datum: 19.04.2018
Uhrzeit: 18:30 Uhr
Ort: Deutscher Bundestag


17.04.
2018

1. Runder Tisch: Mehr Jobs für Afrika - Was kann die Politik beitragen?

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Jährlich drängen bis zu 20 Millionen junge Menschen in Afrika auf den Arbeitsmarkt. Laut Weltbank können jedoch bei derzeitigen Gegebenheiten bis 2030 nur 100 Millionen Arbeitsplätze auf dem Kontinent geschaffen werden. Angesichts daraus resultierender Perspektivlosigkeit und illegaler Migrationsbewegungen unter der afrikanischen Jugend nimmt die Schaffung von Arbeitsplätzen nicht nur in den afrikanischen Ländern selbst, sondern auch in den politischen Beziehungen zwischen Deutschland und seinen afrikanischen Partnern eine prominente Stellung ein.

 

Die Diskussion wurde eingeleitet durch eine Begrüßung von MdB Volkmar Klein, der MdB Andreas Lämmel kurzfristig vertrat. Weiterhin führte die Parlamentarische Staatssekretärin im BMZ, Frau Dr. Maria Flachsbarth, in die Thematik des Abends ein und stellte sich in ihrem neuen Amt vor.  Anschließend diskutierten Erick Yong, CEO und Mitbegründer von Green Tec Partners, Dr. Reinhold Festge, Vorstandsmitglied des VDMA, sowie Dr. Reiner Klingholz, Direktor des Berlin Instituts für Bevölkerung und Entwicklung. Seitens der Wissenschaft wurde auf die Förderung der primären und sekundären Bildung in Afrika als Grundvoraussetzung für Perspektiven auf dem Arbeitsmarkt verwiesen. In Bezug auf die Dominanz des Agrarsektors in Afrika betonte Dr. Klingholz die Bedeutung der Steigerung der landwirtschaftlichen Produktivität, um die Wertschöpfung zu erhöhen. Erick Yong berichtete von seinen Erfahrungen mit der Unterstützung von afrikanischen Start-ups. Häufig fehle dort die nötige Expertise, die Technologie und vor allem das notwendige Kapital, um langfristig Erfolg zu haben. Green Tec Partners setze besonders auf Chancen durch die Digitalisierung und die Förderung der intra-afrikanischen Wertschöpfungsketten. Der VDMA hingegen arbeitet bereits seit vier Jahren an einer Initiative für Berufsbildungsmodelle in Botswana, Kenia und Nigeria, welche teils vom Staat, teils von der Industrie getragen wird. Dr. Festge sprach sich aufgrund seiner Erfahrungen für mehr direkte und eine abgestimmte Zusammenarbeit zwischen einzelnen Institutionen und Ministerien aus, da Hand in Hand mehr zu erreichen sei. Aufgrund der unterschiedlichen theoretischen wie auch praktischen Perspektiven auf die diskutierte Thematik ergab sich eine lehrreiche Diskussion, die in einem kurzen Austausch mit den anwesenden Teilnehmern im Publikum endete.

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Datum: 17.04.2018
Uhrzeit: 18:30 Uhr
Ort: Deutscher Bundestag


1.3.
2018

Expertentagung: Policies for sustainable investment and trade in Africa

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Am 1.3.2018 luden die Deutsche Afrika Stiftung und die Stiftung Wissenschaft und Politik hochrangige Vertreter aus den Ministerien, der deutschen Wirtschaft, der Wissenschaft sowie aus den Botschaften afrikanischer Staaten zu einem Expertengespräch über das Thema Policies for stustainable investment and trade in Africa“ ein.

 

Auf dem ersten Panel zum Thema „Nachhaltige Investition“ diskutierten die Botschafter S.E. Joseph Magutt (Kenia), S.E. Phumelele Stone Sizani (Südafrika), S.E. Yusuf Maitama Tuggar (Nigeria) und Benedicto Nshimiyimana (Ruanda). Im zweiten Panel standen handelspolitische Aspekte im Vordergrund im Gespräch zwischen Evita Schmieg (SWP) und den Botschaftern S.E. Andreas B. D. Guibeb (Namibia), S.E. Abdallah Saleh Possi (Tansania) und S.E. Ahmed Chafra (Tunesien).

 

Bei der Diskussion ging es darum, eine Bewertung der verschiedenen handelspolitischen Initiativen aus der Perspektive der afrikanischen Botschafter durchzuführen. Das Bewusstsein für eine intensivere Handels- und Investitionspolitik ist in Deutschland und Europa deutlich gestiegen, was vor allem anhand der vielzähligen neuentwickelten Initiativen ersichtlich ist: Der G20 „Compact with Africa“, der europäische „External Investment Plan for Africa“ und der deutsche „Marshall Plan mit Afrika“. Alle Teilnehmenden waren sich einig, dass es mehr Austausch zwischen den federführenden Ministerien und Institutionen und den Vertretern aus afrikanischen Ländern geben sollte.

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Datum: 1.3.2018
Uhrzeit: 08:45 Uhr - 13:00 Uhr
Ort: Stiftung Wissenschaft und Politik, Ludwigkirchplatz 3-4, 10719 Berlin


22.2.
2018

Fachgespräch mit Ruprecht Polenz, Sondergesandter der Bundesregierung für die deutsch-namibische Vergangenheitsbewältigung

„Deutschland und Namibia: der schwierige Weg in eine gemeinsame Zukunft“

Seit 2015 sind die deutsche und die namibische Regierung im Dialog über die Aufarbeitung der deutschen Kolonialherrschaft. Bisher gibt es jedoch keine gemeinsame Erklärung, die noch vor den Bundestagswahlen 2017 erhofft wurde. Inzwischen versucht ein Bündnis aus Hinterbliebenen der Volksgruppen der Herero und Nama, Deutschland vor einem Gericht in New York auf hohe Reparationszahlungen zu verklagen.

 

Vor diesem Hintergrund berichtete Ruprecht Polenz, der Sondergesandte der Bundesregierung für die deutsch-namibische Vergangenheitsbewältigung und ehemalige Leiter des Auswärtigen Ausschusses, über die sehr komplexe und in den Medien kontrovers dargestellte Thematik zwischen Namibia und Deutschland.

 

Begrüßung:

  • Veronika Bellmann MdB (CDU), Schirmherrin

Keynote:

  • Ruprecht Polenz, Sondergesandter der Bundesregierung für die deutsch-namibische Vergangenheitsbewältigung

Moderation:

  • Klaus A. Hess, Vorstand Deutsche Afrika Stiftung

Schlusswort:

  • Dr. Uschi Eid, Präsidentin Deutsche Afrika Stiftung

 

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Datum: 22.2.2018
Uhrzeit: 18:00 Uhr
Ort: Deutscher Bundestag


19.2.
2018

Unter dem Baobab: East vs. West - Perspektiven der ghanaischen und kenianischen Filmindustrie, Filmbeiträge und Diskussion

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Die heutige afrikanische Filmindustrie ist maßgeblich durch den Einfluss von „Nollywood“-Produktionen geprägt. Aber auch abseits des nigerianischen Filmriesen gibt es herausragende Filmproduktionen in afrikanischen Ländern. Kino und Film sind dabei nicht nur Spiegel der Gesellschaft, sondern auch ein politischer Ort, in dem Tabus gebrochen und politische Innovationen angestoßen werden.

 

Vor welchen Herausforderungen und Chancen stehen lokale Filmschaffende in Ghana und Kenia? Welchen gesellschaftspolitischen Beitrag leistet die Filmindustrie in diesen Ländern? Inwieweit ähneln oder unterscheiden sich west- und ostafrikanische Filmproduktionen? In einem sehr differenzierten und faktenreichen Austausch diskutierten die Filmmacherinnen Aseye Tamakloe aus Ghana und Natasha Likimani aus Kenia mit dem Moderator Michael Hack, Geschäftsführer der „Woche der Kritik“, diese und weitere Fragen.

 

In Ghana gibt es nicht nur bereits seit 40 Jahren eine professionelle Filmhochschule, sondern haben es lokale Filmproduktionen leicht, über das Fernsehen verbreitet zu werden. Die regionale Nähe zu Nollywood lässt zwar einen einfachen und bereichernden Austausch zu, jedoch dominiert der nigerianische Filmriese den Markt. Die wenigen existierenden Kinos in Ghanas Hauptstadt Accra gehören entsprechend einer nigerianischen Kinokette. 

 

In Kenia werden die teils hochmodernen Kinos hingegen von ausländischen Filmen, insbesondere aus Hollywood und Bollywood bestimmt. Lokale Filmproduktionen haben es insgesamt schwer - erfolgreicher sind lokale Fernsehsendungen und -serien, die seit einigen Jahren boomen. Anders als in Ghana erfahren die meisten jungen Filmschaffenden keine professionelle Ausbildung, sondern müssen sich ihre Fähigkeiten selbst aneignen. Entsprechend sieht Likimani großen Bedarf in der Professionalisierung ihres Bereichs.

 

Beiden Ländern gemein ist die Herausforderung, die das illegale Kopieren und Herunterladen von Filmen angesichts der ohnehin finanziell schwierigen Situation von Filmschaffenden mit sich bringt. Ebenfalls merkten unsere Gäste an, dass das lokale Publikum Filme primär zur Unterhaltung und nicht zur politischen Meinungsbildung schaue - diese finde vor allem über Nachrichten und politische Sendungen statt.

 

Diskussion:

Aseye Kokui Tamakloe, Film- und Fernseheditorin sowie Dozentin des National Film and Television Institute Ghana (NAFTI)

Natasha Likimani, Drehbuchautorin und Schauspielerin aus Kenia
    
Moderation:

Michael Hack, Geschäftsführer Woche der Kritik

 

 

 

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Datum: 19.2.2018
Uhrzeit: 18:30 Uhr
Ort: Deutsche Afrika Stiftung, Ziegelstraße 30, 2. Stock, 10117 Berlin


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