KW 13: Zukunft gesichert?

Pressespiegel vom 23.3. - 29.3.

 

Machtwechsel in Äthiopien

 

Abiy Ahmed wurde am Dienstag zum Vorsitzenden des regierenden Parteienbündnisses „Revolutionäre Demokratischen Front der Äthiopischen Völker” (EPRDF) ernannt. Mit Abiy Ahmed ist nun erstmals ein Mitglied der Bevölkerungsgruppe der Oromo Vorsitzender der Regierungskoalition und damit traditionell auch Ministerpräsident. Es gilt als sicher, dass er mit großer Mehrheit vom Parlament zum neuen Regierungschef gewählt wird. Der 41-jährige vorherige Regionalpolitiker und Cybersicherheitsexperte machte eine Karriere im Militär und war 2016 für einige Monate Minister für Wissenschaft und Technologie. Die Reaktionen auf Ahmeds Wahl sind überwiegend positiv. Insbesondere die marginalisierten Gruppen der Oromo und Amhara, die 61% der Bevölkerung Äthiopiens ausmachen, sehen der politischen Zukunft im Land hoffnungsvoll entgegen. Ahmed wäre der erste Ministerpräsident aus der Omoro Region seit 27 Jahren. Dennoch ist die Lage im ostafrikanischen Staat angespannt. Nach den regierungskritischen Demonstrationen im Februar wurde ein sechsmonatiger Ausnahmezustand verhängt. Viele vor kurzem erst aus der Haft entlassene Journalisten, darunter auch der bekannte Blogger Eskinder Nega, wurden letzte Woche wieder inhaftiert.

 

Präsidentenwahl in Ägypten

 

Bei der Präsidentenwahl in Ägypten ist Staatschef Abdel Fattah al-Sisi nach Angaben der Staatsmedien im Amt wiedergewählt worden. Nach ersten Prognosen habe er 92 Prozent der Stimmen auf sich vereint, hieß es in ihren Berichten. Bei der international kritisierten Abstimmung gab es mit Mussa Mustafa Mussa nur einen weiteren Kandidaten, der aber im Vorfeld bereits seine Unterstützung für Sisi bekundet hatte. Die Beteiligung an der dreitägigen Wahl war offenbar niedrig, in den ersten beiden Tagen hat sie laut Berichten unabhängiger Wahlbeobachter bei nur 21 Prozent gelegen. Kurz vor Ende der Wahl am Mittwoch hatte die Wahlkommission noch an die Bürger appelliert, an die Urnen zu gehen. Sisi galt als klarer Favorit und die Wahlbeteiligung als Gradmesser für seinen Rückhalt in der Bevölkerung. Die meisten Nichtwähler sind zwischen 20 und 40 Jahre alt und drücken damit ihren Unmut über ihre schlechten Perspektiven im Land und die steigenden Lebenshaltungskosten aus. Die ältere Generation, darunter vor allem Frauen, sehen hingegen Sisi als Garanten für Sicherheit und Stabilität in dem tief gespaltenen nordafrikanischen Land.

 

Und sonst? 

 

Kryptowährungen boomen nun auch in Uganda. Universitätsdozenten in Kampala werben für Investitionen in Bitcoin durch den Hinweis damit in einem Jahr mehr verdient zu haben als in 10 Jahren Lehrtätigkeit. Selbst als Existenzgrundlage investieren viele Ugander lieber in die bekannte Kryptowährung als beispielsweise in ein Stück Land. Die auf der Blockchain-Technologie basierende Währung ist unabhängig vom offiziellen Bankensystem, Regierungen und größtenteils anonym. Sie birgt allerdings auch hohe Risiken in sich, wie hohe Preisvolatilität bis zum Totalverlust der Investition. Die Plattform BitPesa ermöglicht es Ostafrikanern sogar, Bitcoins bequem in der lokalen Währung auszahlen zu lassen.

 

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