KW 21: Verlust und Gewinn

Pressespiegel vom 18.5.-25.5.

 

Katholische Kirche mobilisiert Massenproteste in Nigeria

 

Mit einem landesweiten Aufruf hat die katholische Kirche am Dienstag zehntausende Menschen für Protestmärsche gegen die aktuelle Regierung unter Präsident Muhammadu Buhari mobilisieren können. Am 24. April hatten Bewaffnete im Dorf Mbalom während der Frühmesse eine Kirche gestürmt und um sich geschossen, wobei zwei Priester und 17 Gemeindemitglieder ums Leben kamen. Wer genau hinter dem Attentat steht, ist unklar. Dieses steht jedoch im Kontext des seit längerem anhaltenden Konflikts zwischen christlich geprägten Landwirten und der überwiegend muslimisch geprägten Volksgruppe der Fulani. Zu der zentralen Gedenkfeier im Bundesstaat Benue erschienen rund 10.000 Menschen, darunter zahlreiche Bischöfe, der Gouverneur von Benue und Vizepräsident Yemi Osinbajo. Damit verliert Präsident Buhari vor den Wahlen im Jahr 2019 die Unterstützung einer in Nigeria sehr einflussreichen Institution. Auch wenn vor allem die Pfingstkirchen in Nigeria immer mehr Zulauf gewinnen, hat die Position der katholischen Kirche konfessions- und religionsübergreifend bei vielen Christen und Muslimen nach wie vor ein besonderes Gewicht.

 

Gambia erhält Zusagen über 1,45 Mrd. Euro auf internationaler Geberkonferenz

 

Auf einer internationalen Geberkonferenz in Brüssel wurde Gambia am Dienstag eine Unterstützung in Höhe von insgesamt 1,45 Mrd. Euro zugesagt. An der von der EU und dem westafrikanischen Land ausgetragenen Konferenz nahmen Delegationen aus 43 Ländern und von 10 internationalen Institutionen teil. Der gambische Präsident Adama Barrow warb auf der Konferenz für seinen Nationalen Entwicklungsplan, der acht strategische Prioritäten für den Zeitraum 2018-2021 identifiziert, um Gambias Wirtschaft und Demokratie aufzubauen. Für die Finanzierung dieses Plans werden 2,4 Mrd. Euro mit einer Eigenfinanzierung von 800 Mio. Euro vorgesehen. Neben der verstärkten finanziellen Unterstützung durch die EU und andere Geldgeber, wurde auch die politische Unterstützung und Solidarität der internationalen Gemeinschaft beim Übergang Gambias von einer Diktatur zu einer vollwertigen Demokratie bekräftigt. Das westafrikanische Land befindet sich nach dem lange hinausgezögerten Rücktritt des ehemaligen Präsidenten Yahya Jammehs seit Januar 2017 im politischen Umbruch. Die 22-jährige Diktatur hat starke Spuren hinterlassen, so beträgt allein die Staatsverschuldung Gambias zur Zeit 120% des BIP.

 

Und sonst?

 

Der diesjährige Deutsche Afrika-Preis unserer Stiftung geht an Gerald Bigurube und Clovis Razafimalala, die für ihr herausragendes Engagement für den Erhalt der Biodiversität und die Förderung nachhaltigen Ressourcenmanagements geehrt werden. Der tansanische Naturschützer Gerald Bigurube hatte in seinen 16 Jahren bei der Nationalpark-Behörde TANAPA einen entscheidenden Anteil sowohl am Rückgang der Wilderei, als auch beim Entwurf einer erfolgreichen Natur- und Umweltschutzpolitik in Tansania. Der madagassische Umweltaktivist Clovis Razafimalala setzt sich seit über 10 Jahren als Leiter der Umweltschutzorganisation Maroantsetra Lampogno Allianz erfolgreich gegen den illegalen Handel mit geschützten Edelhölzern ein, wobei er auch die kriminellen und korrupten Wirtschaftsstrukturen hinter dem illegalen Holzhandel aufdeckt. Die beiden Preisträger werden am 27. November von Bundestagspräsident Dr. Wolfgang Schäuble in einer feierlichen Zeremonie geehrt.

 

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