KW 26: Eine Frage des Fairplays

Pressespiegel vom 22.6.-29.6.

 

Anschlag auf Präsidenten von Simbabwe

 

Am Samstag kam es bei einer Wahlkampfveranstaltung in der simbabwischen Oppositionshochburg Bulawayo zu einer Explosion, die als Anschlag auf Simbabwes Präsidenten Emmerson Mnangagwa gewertet wird. Dabei wurden zwei Menschen getötet und ca. 50 verletzt, darunter auch der Vizepräsident des Landes. Die Hintergründe sind noch unklar, eine Untersuchung wurde eingeleitet. Mnangagwa macht derweil die aus der Regierungspartei geworfene Splittergruppe G40 um Grace Mugabe für den Anschlag verantwortlich. Trotz des Attentats versicherte Mnangagwa, dass die Wahlen am 30.Juli stattfinden würden. Das erste Mal seit fast zwanzig Jahren werden internationale Wahlbeobachter an dem Tag anwesend sein. Der stärkste Kontrahent von Mnangagwa ist Nelson Chamisa, der Oppositionsführer der Partei "Movement for Democratic Change" (MDC-Alliance). Dieser befürchtet, dass der Anschlag nun als Vorwand für die Regierung dienen kann, um der Opposition Freiheiten im Wahlkampf zu nehmen.

 

Abkommen zu Waffenstillstand im Südsudan unterzeichnet

 

Bei einem zweiten Treffen des Präsidenten des Südsudans Salva Kiir und des Rebellenführers Riek Machar in der sudanesischen Hauptstadt Khartoum unterschrieben die beiden Rivalen am Mittwoch ein Abkommen. Binnen 72 Stunden soll der vereinbarte Waffenstillstand in Kraft treten. Es soll eine Übergangsregierung innerhalb der kommenden vier Monate gebildet werden, die drei Jahre Zeit hat, um Neuwahlen zu organisieren. Darüber hinaus soll die Einigung die Stationierung von internationalen Truppen zum Friedenserhalt, die Einrichtung von Korridoren für humanitäre Hilfe und die Hilfe des Sudans im Bereich der Instandsetzung der Öleinrichtungen umfassen. Diese Details wurden jedoch bisher nicht offiziell bestätigt. Angesichts früherer gescheiterter Friedensversuche wie zuletzt 2016, ist die Skepsis groß, dass dieses neue Abkommen nicht auch wieder gebrochen wird.

 

Und sonst?

 

Wie für Deutschland verlief die WM 2018 auch für die afrikanischen Teams enttäuschend. Während das Ausscheiden Ägyptens, Marokkos und Tunesiens bereits nach dem 2. Spieltag der Gruppenphase besiegelt war, verpassten auch Nigeria und Senegal durch knappe Niederlagen im letzten Gruppenspiel das Achtelfinale. Die Senegalesen traf es besonders bitter, denn erstmals bei einer WM griff die Fairplay-Wertung: Aufgrund zweier gelben Karten mehr als Gruppengegner Japan muss Senegal die Heimreise antreten. Damit ist erstmals seit 36 Jahren kein einziges afrikanisches Team für ein WM-Achtelfinale qualifiziert.

 

Algerien

Äthiopien

Mali

Mauritius

Nigeria

Ruanda

Simbabwe

Südsudan

 

Und sonst?

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