KW 47: In Bewegung gesetzt

Pressespiegel vom 16.11. - 23.11.

Zentralafrikanischer Ex-Milizenchef nach Den Haag ausgeliefert

Der ehemalige Anführer der Anti-Balaka-Miliz in der Zentralafrikanischen Republik (ZAR), Alfred Yekatom, wurde aus der Hauptstadt Bangui an den Internationalen Strafgerichtshof in Den Haag ausgeliefert. Ihm werden mutmaßliche Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit vorgeworfen; darunter Mord, Folter und Vertreibung. Nachdem Präsident François Bozizé 2013 von muslimischen Seleka-Rebellen gestürzt wurde, entbrannte in der ZAR ein erbitterter Bürgerkrieg zwischen christlichen und muslimischen Milizen, der knapp eine Millionen Menschen, was einem Fünftel der Bevölkerung entspricht, zu Flüchtlingen machte. Besonders die muslimische Minderheit wurde durch Anti-Balaka-Rebellen in organisierten Feldzügen getötet bzw. vertrieben. Der Konflikt und die Gewalt flammt immer wieder auf: Vergangenen Donnerstag griff die Anti-Balaka-Miliz erneut eine Moschee sowie ein nahe gelegenes Flüchtlingslager an. Dabei kamen 40 Menschen ums Leben, weitere 26.000 wurden aus dem Camp vertrieben.

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier auf Afrikareise

Der deutsche Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier befindet sich zurzeit auf Reisen im südlichen Afrika. Am Montag erreichte er Johannesburg, wo er unter anderem Gespräche mit Vertretern der Zivilgesellschaft sowie dem Vorsitzenden der Oppositionspartei Democratic Alliance Mmusi Maimane führte. Am Abend reiste Steinmeier weiter nach Kapstadt, um den südafrikanischen Präsidenten Cyril Ramaphosa zu treffen. Gemeinsam unterzeichneten sie einen Vertrag zur Vergabe eines Kredits der KfW für die Wasserversorgung von Kapstadt. Als zweites Ziel besuchte der Bundespräsident die botswanische Hauptstadt Gaborone und lobte die nachhaltige wirtschaftliche Entwicklung des Landes sowie die stabilen demokratischen Strukturen. Zudem fanden Treffen mit der deutschen Wirtschaftsdelegation in Begleitung des Bundespräsidenten statt. Botswana hat ein hohes Interesse an der Diversifizierung seiner Wirtschaft, um sich unabhängiger von dem Einnahmen aus dem Rohstoffsektor (Diamanten) zu machen.

Und sonst?

Phyllis Ama Tebuah Osei gewinnt den diesjährigen UN Female Police Officer of the Year 2018 Preis. Die ghanaische Polizistin wurde für ihren Einsatz in der Friedensmission der Vereinten Nationen in Somalia geehrt. Seit Februar 2018 ist Osei in Somalia stationiert und setzt sich dort besonders für den Schutz von Frauen und Mädchen ein. Sie hat neben einem Alphabetisierungsprogramm ein Netzwerk ins Leben gerufen, das weibliche Sicherheitskräfte innerhalb der Somalia Missionen unterstützen soll. Der Preis soll die UN-Mitgliedstaaten dazu ermutigen, mehr weibliches Personal in die Einsatzgebiete zu versenden.

 

Ägypten

Äthiopien

Botsuana

Eritrea

Kamerun

Kenia

Kongo, DR

Libyen

Madagaskar

Marokko

Mosambik

Niger

Nigeria

Senegal

Sierra Leone

Somalia

Südafrika

Südsudan

Tansania

Tunesien

Uganda

Zentralafrikanische Republik

Und sonst?

DAS Newsletter

DAS Pressemeldungen DAS Pressespiegel Veranstaltungen

 

Nutzungsbedingungen