Fachgespräch: Afrika in den deutschen Medien - zwischen Stereotypen, Klischees und Realismus

Die Staaten des afrikanischen Kontinents befinden sich auf vielen Ebenen in einem rasanten Wandel. Eine Anpassung durch eine differenzierte Berichterstattung in den deutschen Medien scheint hingegen kaum stattzufinden.

Wie kann die Komplexität des Kontinents adäquat in der Berichterstattung der deutschen Medien dargestellt werden? Auf welche Weise kann dabei dem vielschichtigen Verhältnis zwischen Europa, Deutschland und Afrika angemessen Rechnung getragen werden? Welche strukturellen Rahmenbedingungen braucht es in den deutschen Medien, um zu einem realistischeren Afrikabild in der Öffentlichkeit beizutragen?

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12.03.
2019

Fachgespräch: Afrika in den deutschen Medien - zwischen Stereotypen, Klischees und Realismus

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Die Staaten des afrikanischen Kontinents befinden sich auf vielen Ebenen in einem rasanten Wandel. Eine Anpassung durch eine differenzierte Berichterstattung in den deutschen Medien scheint hingegen kaum stattzufinden. Medienhäuser haben im Gegenteil ihre Präsenz vor Ort merklich durch die Streichung von Büros und Auslandskorrespondenten reduziert.

 

So verstetigen sich oftmals in der Berichterstattung über Afrika zwei Stereotype: Das vom Chancenkontinent mit aufstrebenden Märkten und großen Möglichkeiten für ausländische Investoren. Auf der anderen Seite grassierende Korruption, Dürre, Hungersnöte, Wahlbetrug, Gewalt und Epidemien.

 

Andere Facetten der Entwicklung werden dabei oft ignoriert: das wachsende Selbstbewusstsein einer neuen Generation aus Politik, Wirtschaft, Kultur und Wissenschaft, die Realitäten der wachsenden Mittelschichten, die neuen politischen und zivilgesellschaftlichen Bewegungen. Ebenso wird die Tatsache häufig übersehen, dass auf dem Kontinent zwischen Marokko und Südafrika 54 hochgradig unterschiedliche Staaten liegen.

 

Wie kann die Komplexität des Kontinents adäquat in der Berichterstattung der deutschen Medien dargestellt werden? Auf welche Weise kann dabei dem vielschichtigen Verhältnis zwischen Europa, Deutschland und Afrika angemessen Rechnung getragen werden? Welche strukturellen Rahmenbedingungen braucht es in den deutschen Medien, um zu einem realistischeren Afrikabild in der Öffentlichkeit beizutragen?

 

Diese und weitere Fragen stehen im Mittelpunkt der Diskussion, zu der Omid Nouripour MdB Sie in Partnerschaft mit der Deutschen Afrika Stiftung und der Deutschen Welle herzlich einlädt.


Begrüßung
Omid Nouripour MdB, Außenpolitischer Sprecher der Bündnis 90/Die Grünen Bundestagsfraktion, Vorstandsmitglied der Deutschen Afrika Stiftung

 

Diskussion
Georg Löwisch, Chefredakteur der „Tageszeitung" (taz)
Markus Horeld, Stv. Chefredakteur von Zeit Online
Veye Tatah, Chefredakteurin von Africa Positive

 

Moderation
Thomas Mösch, Stv. Leiter der Afrika-Programme der Deutschen Welle

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Datum: 12.03.2019
Uhrzeit: 18:30 Uhr
Ort: Deutsche Parlamentarische Gesellschaft


19.02.
2019

1. Runder Tisch Wirtschaft: Der Entwicklungsinvestitionsfonds

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Ende Oktober 2018 lud Bundeskanzlerin Angela Merkel im Rahmen der Compact with Africa Initiative zwölf afrikanische Staats- und Regierungschefs zum G20 Investment Summit nach Berlin ein und unterstrich damit die Bedeutung privatwirtschaftlicher Investitionen für die nachhaltige Entwicklung afrikanischer Staaten. Mit einem Anteil von ca. 0,5 % der deutschen Direktinvestitionen spielt der afrikanische Kontinent derzeit jedoch nur eine marginale Rolle im internationalen Vergleich.

Vor diesem Hintergrund kündigte die Bundeskanzlerin auf dem Investitionsgipfel die Gründung eines Entwicklungsinvestitionsfonds in Höhe von 1 Milliarde Euro an. Mit insgesamt 800 Mio. Euro sollen unter Federführung des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) Investitionsvorhaben von europäischen und afrikanischen mittelständischen Unternehmen zum großen Teil durch die Deutsche Investitions- und Entwicklungsgesellschaft (DEG) gefördert werden. Weitere 200 Mio. Euro sollen in den Aufbau eines „Wirtschaftsnetzwerks Afrika" unter der Federführung des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi) fließen.

Welche neuen Maßnahmen und Programme sieht der Entwicklungsinvestitionsfonds zur Förderung privatwirtschaftlicher Investitionen auf dem afrikanischen Kontinent vor? In welchem Verhältnis steht er zu den bereits bestehenden Programmen der Bundesregierung wie dem "Marshallplan mit Afrika" und der G20 Compact with Africa Initiative? Wie kann die Politik dazu beitragen, mehr deutsche Investitionen in Afrika zu fördern? Diese und weitere Fragen stehen im Mittelpunkt dieser Veranstaltung der Deutschen Afrika Stiftung und des Deutschen Industrie- und Handelskammertags (DIHK).


-- Die Veranstaltung ist bereits ausgebucht. Weitere Anmeldungen sind leider nicht möglich. --

Begrüßung

Andreas Lämmel MdB, Vorsitzender des Arbeitskreises Afrika der CDU/CSU-Bundestagsfraktion und Vorstandsmitglied der Deutschen Afrika Stiftung

Andreas Wenzel, Leiter des Referats Afrika des Deutschen Industrie- und Handelskammertags (DIHK)


Diskussion

Prof. Dr. Lars-Hendrik Röller, Wirtschafts- und Finanzpolitischer Berater der Bundeskanzlerin, Beauftragter für die G7/G20-Gipfel

Christiane Laibach, Sprecherin der Geschäftsführung der Deutschen Investitions- und Entwicklungsgesellschaft (DEG)

Isabella Grögor-Cechowicz, Senior Vice President, General
Manager Public Services, SAP

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Datum: 19.02.2019
Uhrzeit: 18:30
Ort: Deutscher Bundestag


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