13.9.2023, Zoom
Nigeria – Tinubu nach 100 Tagen im Amt:
Erfolge, Herausforderungen und Ausblick

Am 29. Mai 2023 wurde Nigerias neuer Präsident Bola Ahmed Tinubu vereidigt. Der Politiker der APC-Partei übernahm das Amt von seinem Parteikollegen Muhammadu Buhari, der nach zwei Amtszeiten abtrat. Tinubu hatte sich gegen den früheren Vize-Präsidenten Atiku Abubakar von der Peoples‘ Democratic Party (PDP) und den als Außenseiter geltenden Peter Obi von der Labour Party durchgesetzt. Sowohl Obi als auch Abubakar haben das Wahlergebnis vor Gericht angefochten, das Urteil soll voraussichtlich vor Ende September dieses Jahres gefällt werden.

Die angespannte politische und wirtschaftliche Situation im bevölkerungsreichsten Land Afrikas macht Tinubu, der von 1999 bis 2007 Gouverneur der Megacity Lagos war, den Start nicht leicht. Die Deregulierung der nationalen Währung Naira führte zu einem drastischen Verfall des Wechselkurses, welcher wiederum u.a. die Benzinkosten in die Höhe trieb. Gleichzeitig führte der Beschluss der neuen Regierung, die langjährige Treibstoffsubvention aufzuheben, zu einem spürbaren Anstieg der Benzinpreise. Auch die Lage in der Region ist angespannt und der Putsch im Nachbarland Niger stellt Tinubu nicht nur als Präsidenten Nigerias, sondern auch als aktuellen Vorsitzenden der Regionalgemeinschaft ECOWAS vor große Herausforderungen.

100 Tage im Amt gelten als wichtiger Meilenstein, um eine erste Bilanz einer Amtszeit zu ziehen: Was konnte die Regierung Tinubu bisher erreichen? Wie wird mit der Kritik an der Durchführung der Wahl im Land umgegangen? Was sind die zentralen Herausforderungen der kommenden Monate und Jahre? Und was kann von Tinubus Politik mit Blick auf die deutsch-nigerianischen Beziehungen und Nigerias Rolle in der Region erwartet werden?

Diese und weitere Fragen standen im Zentrum der online-Diskussion, zu der die Deutsche Afrika Stiftung und die Heinrich-Böll-Stiftung einluden.

 

Programm

 

Begrüßung

Sabine Odhiambo, Generalsekretärin, Deutsche Afrika Stiftung

 

Diskussion

Cynthia Mbamalu, Menschenrechtsanwältin und Mitgründerin von Yiga Africa

Chinenye Uwanaka, Juristin und Gründerin der Africa Policy Conversations Initiative (AFPC)

 

Kommentar

Jibril Jibril, Wirtschafts- und Handelsberater, Botschaft der Bundesrepublik Nigeria in Berlin

Alexandre Callegaro, stv. Referatsleiter Westafrika, Auswärtiges Amt

 

Schlusswort

Sabine Odhiambo, Generalsekretärin, Deutsche Afrika Stiftung

 

Moderation

Jochen Luckscheiter, Leiter des Büros der Heinrich-Böll-Stiftung in Abuja

 

 

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