KW 42: Erhebliche Verluste

Pressespiegel vom 13.10.2017 bis 20.10.2017

 

Verheerender Anschlag erschüttert Mogadischu

 

Letzten Samstag ereignete sich in Somalias Hauptstadt Mogadischu der schlimmste terroristische Anschlag seit Bestehen des Landes. Ein mit Sprengstoff beladener Lastwagen ist mit hoher Geschwindigkeit in eine belebte Kreuzung gerast und anschließend explodiert. Mehrere Gebäude wurden stark beschädigt, einige stürzten unter der Wucht der Detonation teilweise ein. Dabei starben mindestens 276 Menschen und weitere 300 wurden verletzt. An der Kreuzung befinden sich etliche Geschäfte und Hotels, aber auch Regierungsgebäude. Die Hintergründe des Anschlags sind zurzeit noch unklar. Bei dem Täter handelt es sich um einen ehemaligen somalischen Soldaten. Im Gegensatz zu fast allen der verübten Anschläge in Somalia, bekannte sich die Terrormiliz Al-Shabaab bisher nicht zu dem verheerenden Attentat. Präsident Mohamed Abdullahi Mohamed rief eine dreitägige Staatstrauer aus und forderte Bürger zu Blutspenden für die zahlreichen Verletzten auf. Die somalische Bevölkerung reagierte auf den Anschlag mit Trauer und wütenden Protesten und warf der Regierung vor, Zivilisten zu wenig vor Terrorismus zu schützen. Der Anschlag ist ein schwerer Rückschlag für das krisengeplagte Land, das sich in jüngster Vergangenheit auf einem Kurs der Stabilisierung befand.

 

Mehrere Tote nach Unruhen in Togo

 

Die seit mehreren Wochen andauernden Proteste im westafrikanischen Togo gegen den amtierenden Präsidenten Faure Gnassingbé nehmen neue Ausmaße an. Nachdem bereits im August dieses Jahres zwei Menschen im Zuge der Demonstrationen ums Leben kamen, ereigneten sich auch in dieser Woche bei Protesten gegen die Regierung in den Städten Lomé und Sokodé vier Todesfälle, darunter der eines erst elfjährigen Kindes. Darüber hinaus sorgte die Verhaftung des Imams und populären Regierungskritikers Alpha Alassane für Entrüstung. Ihm wird von Regierungsseite vorgeworfen, seine Anhänger zu Gewalt und Hass aufzurufen und mitverantwortlich für die Unruhen zu sein. Der repressive Umgang der togolesischen Regierung mit Oppositionellen steht aufgrund von Menschenrechtsverletzungen bereits seit mehreren Jahren zunehmend in der Kritik. Hinzukommend sorgen die wirtschaftliche Situation und die damit einhergehende Arbeits- und Perspektivlosigkeit innerhalb der togolesischen Bevölkerung verstärkt für Proteste. Die aus 14 Parteien bestehende Opposition fordert nun offen den Rücktritt des Präsidenten, dessen Familie seit 50 Jahren das Staatsoberhaupt Togos stellt. Dieser schlug dem Parlament als “Zeichen seines Entgegenkommens” ein Referendum über die Aufhebung der Beschränkung der präsidialen Amtszeit auf 10 Jahre vor, statt diese per Gesetz direkt zu verabschieden.

 

Und sonst?

 

Auf einer Konferenz zur Bekämpfung von illegalen Finanzflüssen in Nairobi wurde der Steuerverlust afrikanischer Staaten durch Steuervermeidung offenbart. Dieser liegt laut der internationalen Steuerkommission ICRICT zwischen 34 und 68 Milliarden Euro im Jahr und sei auch durch multinational agierende Unternehmen bedingt. Vor allem treffe dies auf Firmen aus dem Rohstoffsektor zu, da diese oft durch den internen Weiterverkauf der Rohstoffe an Niederlassungen in einem Land mit günstigeren Steuersatz die „Ursprungsländer“ benachteiligen. Dadurch ginge wichtiges Kapital verloren, das den afrikanischen rohstoffreichen Ländern in ihrem Staatshaushalt fehlt. Zurückzuführen sei diese Praxis in vielen Fällen auf mangelndes Fachwissen auf Seiten der afrikanischen Steuerbehörden, die mit den Praktiken der internationalen Steuervermeidung nur unzureichend vertraut sind.

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