KW 37: Aufbruchstimmung

Pressespiegel vom 06.09. - 13.09.

Nationaler Dialog zur anglophonen Krise in Kamerun angekündigt
Kameruns Präsident Paul Biya hat einen nationalen Dialog angekündigt, der die gewaltsamen Auseinandersetzungen zwischen Zentralregierung und anglophonen Separatisten beilegen soll. Entsprechendes gab er am Dienstag in einer Fernsehansprache bekannt. Biya rief die Kämpfer der Separatisten dazu auf, ihre Waffen niederzulegen, in einen Dialog zu treten und bot ihnen darüber hinaus Amnestie an. Zudem versprach er zahlreiche Reformen, insbesondere im Bildungssektor, und größere politische sowie wirtschaftliche Partizipations-möglichkeiten für den englischsprachigen Teil des Landes. Auch wenn die Rede des seit 37 Jahren regierenden Präsidenten größtenteils positiv aufgenommen wurde, sehen Kritiker wesentliche Forderungen der Separatisten nicht erfüllt. So verkündete Biya entgegen der Erwartungen keine Begnadigung inhaftierter Führer und Kämpfer der Separatisten. Im anglophonen Teil des zentralafrikanischen Landes war es 2016 nach Protesten von Lehrerinnen und Lehrern gegen die französischsprachige Dominierung der Bildung zu gewaltsamen Ausschreitungen zwischen Protestierenden und Sicherheitskräften gekommen. Der Konflikt hat sich seitdem zunehmend verschärft. Schätzungen der Vereinten Nationen gehen von etwa 500.000 geflüchteten Menschen und 2000 Todesopfern aus.

Wiederaufnahme von Gesprächen für Übergangsregierung im Südsudan
Zu Beginn der Woche reiste der Oppositionsführer Riek Machar in den Südsudan, um sich in Juba zu neuen Gesprächen mit Präsident Salva Kiir zu treffen. Das erste in der Hauptstadt stattfindende Treffen dieses Jahres weckt bei vielen die Hoffnung, dass das Friedensabkommen nun doch umgesetzt wird. Dieses war bereits 2018 geschlossen worden, um den seit 2011 schwelenden Bürgerkrieg im Südsudan zu beenden. Die Implementierung blieb bisher jedoch aus. Der Bürgerkrieg im Südsudan forderte bereits rund 380.000 Opfer, ca. vier Mio. Menschen mussten ihre Heimat verlassen. Trotz generellem Waffenstillstand kommt es besonders in der Region Central Equatoria noch immer zu Unruhen. Kiir und Machar einigten sich nun darauf, bis zum 12. November eine gemeinsame Übergangsregierung einzuberufen, die das Land bis zu den nächsten Wahlen in drei Jahren regieren soll. Neben den Grundlagen zur Bildung einer solchen Regierung wurden laut Informationsminister Michael Makuei Lueth vor allem mögliche Verfassungsänderungen, neue Sicherheitsgesetze sowie die Anzahl der Regionalstaaten diskutiert.

 

Und sonst?
Nigerias National-Basketballteam D'Tigers hat sich als erste afrikanische Mannschaft für die olympischen Spiele 2020 in Tokio qualifiziert. Mit einem 86-73 Sieg konnte sich das Nationalteam gegen Gastgeber China bei der aktuellen Basketball-Weltmeisterschaft durchsetzen. Somit sichert sich die nigerianische Nationalmannschaft nicht nur die Teilnahme an Olympia, sondern stellt mit den meisten gewonnenen Spielen auch das bisher erfolgreichste Team dieser Weltmeisterschaft.

 

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