KW 38: Außer Kontrolle?  

Pressespiegel vom 14.9. - 21.9.

Zunehmende Gewalt in anglophonen Regionen Kameruns

Im Vorfeld der für den 7. Oktober angesetzten Präsidentschaftswahlen spitzt sich der gewalttätige Konflikt in den anglophonen Regionen Kameruns weiter zu. Die Ambazonia Liberation Force, welche die Unabhängigkeit des anglophonen Südwestens von der französischsprachigen Region Kameruns fordert, veröffentlichte ein Video eines enthaupteten Soldaten der nationalen Armee. Zudem wurde eine Schule nahe der Stadt Buea im Südwesten des Landes angegriffen und mehr als 20 Menschen verletzt, darunter auch Kinder. In dem seit 2016 schwelenden Konflikt sind allein im letzten Jahr ca. 400 Zivilisten und 160 Sicherheitskräfte getötet worden. Zehntausende Menschen mussten in das benachbarte Nigeria fliehen. Es wird ein weiterer Anstieg der Gewalt befürchtet, da die Separatisten drohen, den Wahlprozess in den anglophonen Regionen zu stören. Neben acht weiteren Kandidaten hat sich auch der seit 36 Jahren amtierende Präsident Kameruns, Paul Biya, erneut für die Präsidentschaftswahl aufstellen lassen.

 

Choleraausbruch in Simbabwe

Der schlimmste Choleraausbruch seit einem Jahrzehnt hat in Simbabwes Hauptstadt Harare 28 Todesopfer gefordert. Offizielle Stellen sprechen zudem von 5.000 infizierten Personen seit Anfang September und riefen den sanitären Notstand aus. Inzwischen melden auch vier weitere Provinzen des Landes Fälle von Cholera, die durch Bakterien in verunreinigtem Wasser übertragen wird. Das Notkoordinierungskomitee der Zivilgesellschaft (CSHERCC) macht nun die Regierung Emmerson Mnangagwas verantwortlich, da diese weder saubere Wasserversorgung noch grundlegende Gesundheitsversorgung sicherstellen würden. Behörden im Bezirk Glenview, dem Epizentrum des Ausbruchs, sprechen von verstopften und geplatzten Abwasserleitungen, die die Trinkwasserzufuhr der Bewohner kontaminiert und um deren Reparatur sich die neue Regierung nicht gekümmert hätte. Gesundheitsminister Obadiah Moyo sieht die Schuld hingegen bei der durch die Opposition geführten Stadtverwaltung. Inzwischen hat die Regierung Simbabwes 29 Mio. US-Dollar zur Eindämmung des Ausbruchs bereitgestellt, von denen die Hälfte aus der Privatwirtschaft und ausländischen Organisationen stammt. Laut Finanzminister Mthuli Ncube werden jedoch noch mindestens weitere 35 Mio. US-Dollar benötigt.

 

Und sonst?

Das südafrikanische Verfassungsgericht in Johannesburg hat am Dienstag den privaten Konsum von Marihuana und anderen Cannabisprodukten für legal erklärt. Die Regierung hatte sich wegen potenzieller negativer Gesundheitsauswirkungen zunächst gegen eine Legalisierung ausgesprochen. Vor Gericht gebracht wurde der Fall von drei Cannabis-Konsumenten, die ein Verbot des Rauschmittels als unzulässigen Eingriff in ihre Privatsphäre bezeichneten. Das oberste Gericht des Landes gab ihnen nun Recht und urteilte einstimmig, dass ein Konsum für Erwachsene im privaten Raum sowie der Anbau für den privaten Gebrauch nicht mehr gesetzeswidrig sei. Südafrika ist damit nach Lesotho und Simbabwe das dritte afrikanische Land, welches den privaten Gebrauch von Marihuana legalisiert.

 

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