KW 11: Gehör verschafft

Pressespiegel vom 7.3. - 15.3.

 

Bouteflika verzichtet auf erneute Kandidatur

Die seit drei Wochen andauernden Proteste in Algerien zeigen Wirkung: Der langjährige und schwerkranke algerische Präsident Abdelaziz Bouteflika teilte am Montag schriftlich mit, auf seine erneute Präsidentschaftskandidatur bei den für den 18. April geplanten Wahlen zu verzichten. Zugleich verschob er den Wahltermin jedoch auf unbestimmte Zeit. Zudem trat Premierminister Ahmed Ouyahia auf Grund der Demonstrationen zurück. Sein Nachfolger, der ehemalige Innenminister Noureddine Bedoui, kündigte die Bildung einer neuen, technokratischen Regierung in der kommenden Woche an. Diese werde auf die Forderungen der Demonstranten eingehen, so Bedoui. Außerdem werde sie eine Nationalkonferenz unter Beteiligung junger Algerier, einschließlich junger Frauen, einberufen. Die Versammlung solle bis Ende 2019 die Verfassung überarbeiten und einen neuen Wahltermin bestimmen. Nichtsdestotrotz gingen die Proteste auch in dieser Woche weiter, denn viele Algerier lehnen die faktische Verlängerung der Amtszeit Bouteflikas ab.

 

Klage von einigen Vertetern der Herero und Nama gegen Bundesregierung von US-Gericht abgewiesen

Ein US-amerikanisches Gericht in New York lehnte letzte Woche eine Klage von einigen Vertretern der Nama und Herero auf Entschädigung für die in der deutschen Kolonialzeit in Namibia begangenen Menschenrechtsverletzungen gegen die Bundesrepublik Deutschland ab. Das maßgeblich von einem Chief der Herero, Vekuii Rukoro, betriebene Verfahren wurde nicht von dem Zusammenschluss der namibischen traditionellen Führer und der namibischen Regierung unterstützt, die seit mehreren Jahren mit der Bundesregierung zu der Aufarbeitung der kolonialen Vergangenheit verhandelt. Die Klage wurde in den USA eingereicht, da dort unter bestimmten Bedingungen die Staatenimmunität aufgehoben und somit ein Land angeklagt werden kann. Die Richterin folgte der Argumentation der Kläger jedoch nicht - sie sah unzureichende Beweise für den Entzug der Immunität und erklärte das Gericht für nicht zuständig. Unabhängige Beobachter sehen jetzt die Möglichkeit, den laufenden offiziellen Aussöhnungsprozess mit Namibia zu einem erfolgreichen Abschluss zu führen, da die laufende Klage für Verunsicherung auf beiden Seiten sorgte.

 

Und sonst?

Einem südafrikanischen Ärzteteam ist die weltweit erste Transplantation einer Mittelohr-Prothese, die mit einem 3D-Drucker hergestellt wurde, gelungen. Prof. Mashudu Tshifularo von der Universität Pretoria setzte die Prothese aus Titan bei einem Patienten ein, der bei einem Autounfall sein Gehör verloren hatte. Der Mediziner verspricht sich von dieser medizinischen Innovation, Hörverluste unabhängig von ihrer Ursache heilen zu können. Die südafrikanische Medizinforschung gilt weltweit als führend.

 

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