KW 33: Terror kennt keine Grenzen

Pressespiegel vom 11.08.2017 bis 18.08.2017

 

Burkina Faso: Anschlag auf Restaurant in Ouagadougou

Mindestens 20 Menschen sind einem Terroranschlag in Burkina Fasos Hauptstadt Ouagadougou am vergangenen Sonntagabend zum Opfer gefallen, darunter auch der Landeschef der Deutschen Welthungerhilfe. Die mutmaßlichen Islamisten eröffneten das Feuer auf die Gäste eines türkischen Restaurants, nahmen Geiseln und lieferten sich einen mehrstündigen Schusswechsel mit Sicherheitskräften. Bereits 2016 kam es in rund 200 Meter Entfernung des Anschlagortes zu einer Terrorattacke auf ein Café, bei der mehr als 30 Menschen starben. Burkina Faso leidet seit Jahren unter einer steigenden Terrorbedrohung. Das Land gerät vermehrt ins Ziel von Terroristen, da es mehr Truppen als jede andere westafrikanische Nation für die UN-Friedensmission in Mali stellt. Besonders in der Grenzregion zu Mali agieren unterschiedliche islamistische Gruppen, darunter auch die burkinische „Ansarul Islam“-Bewegung um den radikalen Prediger Ibrahim „Malam“ Dicko.

 

Mali: Angriffe auf zwei UNO-Stützpunkte

In Mali wurden bei zwei koordinierten Attacken auf UN-Stützpunkte mindestens 19 Menschen getötet. Am Montag griffen Bewaffnete erst den Stützpunkt in Douentza an und am selben Abend  die in Timbuktu stationierten Truppen der UN-Mission. Die Soldaten und Sicherheitskräfte schlugen die Angreifer zurück und nahmen die Verfolgung auf. Die Mission in Mali gilt als die gefährlichste Mission der Vereinten Nationen. Mehr als 15000 UNO-Soldaten und Polizisten, darunter auch 875 Bundeswehrsoldaten, werden in Mali eingesetzt. In dem Land kommt es immer wieder zu Attacken auf die Blauhelme. Bisher hat sich noch niemand zu den Angriffen bekannt. In der Region ist jedoch Al Qaida im Islamischen Maghreb (AQMI) aktiv. Die UN sprach von Terroranschlägen und Generalsekretär António Guterres stufte die Angriffe nach internationalem Recht als mögliche Kriegsverbrechen ein.

 

Und sonst?

Marokko möchte die Fußball-WM 2026 austragen. Der marokkanische Fußballverband (FRMF) erklärte vergangenen Freitag die benötigten Unterlagen kurz vor Ende der Bewerbungsfrist bei der FIFA eingereicht zu haben. Das nordafrikanische Land will damit der erst zweite Ausrichter des Kontinents, nach Südafrika, werden. Der Verband ist davon überzeugt, dass das Land die notwendige Infrastruktur für die Ausrichtung eines solchen Großereignisses besitzt. Momentan gibt es in Marokko sechs Fußballstadien, die den internationalen Standards entsprechen. Vier weitere befinden sich derzeit im Bau. Starke Konkurrenz um die Vergabe der ersten Weltmeisterschaft mit 48 Mannschaften erhält das Land durch eine gemeinsame Bewerbung der nordamerikanischen Staaten USA, Kanada und Mexiko.

 

Veranstaltungstipp

Africavenir - Open Air: Animationsfilm „Aya de Yopougon" im Freiluftkino Pompeji

Willkommen im Yopougon der 70er Jahre. In dem bunten und quirligen Arbeiterviertel von Abidjan, Elfenbeinküste, wohnen Aya und ihre Freundinnen. Mit 19 Jahren scheint ihnen die Welt zu Füßen zu liegen. Doch während Aya von einer Karriere als Ärztin träumt, dreht sich die Welt ihrer Freundinnen um Mode, Hairstyle, Boys und das Ausgehen in Abidjans Nachtclubs, den legendären „marquis". Basierend auf dem erfolgreichen Comic von Marguerite Abouet und Clément Oubrerie nimmt uns der vielfach ausgezeichnete Animationsfilm mit in die glorreiche Zeit der lebhaften und modernen Afrikanischen Metropole, wo Optimismus, Humor und nachbarschaftliche Solidarität sämtlichen Schwierigkeiten trotzen. Im ständigen Kampf gegen die konservativen Vorstellungen ihres Vaters und die patriarchale Gesellschaft um sie herum, stellt Aya ihre Klugheit, Unabhängigkeit und ihr Selbstbewusstsein unter Beweis und steht ihren Freundinnen in Lebens- und Liebesfragen mit fantasievollem Rat und Tat zur Seite. Ein origineller Animationsfilm über Emanzipation, Erwachsenwerden und Lebensfreude in einer westafrikanischen Megacity der 70er Jahre.

Die Veranstaltung wird moderiert von Enoka Ayemba, kamerunischer Filmkritiker und Kurator. Im Anschluss an den Film findet ein Filmgespräch statt.

Der Film prämierte 2013 auf dem Film Festival in Annency und feierte Erfolge auf internationalen Filmfestivals von Helsinki über Gijón bis Tokio. 2013 wurde er in der Kategorie bester Animations-Spielfilm für den französischen Filmpreis César nominiert.

Die Regisseurin über den Film: "When listening to the media, I do not recognise the Africa of my childhood, so I decided to show a version that is closer to the daily lives of Africans, which though indeed it does exist, does not focus on war or famine." Marguerite Abouet, Regisseurin.

Marguerit Abouet ist 1971 in Abidjan, Elfenbeinküste geboren. Mit 12 Jahren emigrierte sie nach Paris wo sie bis heute lebt und arbeitet. "Aya de Yopougon", die sechsteilige Comic Serie ist Abouet's erste Publikation. Illustriert von ihrem Ehemann Clément Oubrerie erhielt die Serie unmittelbaren internationalen Erfolg und ist die Grundlage für ihren ersten gleichnamigen Animationsfilm.

"Accompanying the artwork is a host of period tracks mixing together funk, rock, disco, Afropop and Afrojazz, including cuts by Super Mama Djombo, Ottawan, Prince Nico Mbara and Bembeya Jazz National -- clearly one of the most eclectic soundtracks of any animation film, ever." The Hollywood Reporter

Trailer:https://www.youtube.com/watch?v=7ncetcWlwGc

Film in französischer Sprache mit englischen Untertiteln

Eintritt: 6,50 €

Ort: Freiluftkino Pompeji, Laskerstr. 5, 10245 Berlin S-Bahnhof Ostkreuz
Bei Regen:Im benachbarten Kino Zukunft

Datum und Uhrzeit: 21.08.2017, 20:45 – 23:45 Uhr

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