KW 20: Erhalt von Macht und Arten

Pressespiegel vom 11.5.-18.5.

 

Referendum zur Verfassungsänderung in Burundi löst Gewalt aus


Am gestrigen Donnerstag stimmte die Bevölkerung Burundis über eine Verfassungsänderung ab, die die Amtszeit eines Präsidenten von fünf auf sieben Jahre verlängert. Diese Änderung könnte es dem amtierenden Präsidenten Pierre Nkurunziza ermöglichen zwei weitere Amtszeiten an seine bisherigen anzuhängen und bis 2034 an der Macht zu bleiben. Der selbsternannte „ewige Führer" regiert bereits in seiner verfassungswidrigen dritten Amtszeit. Im Vorfeld des Referendums kam es zu massiver Gewalt: Etwa 50 Bewaffnete überfielen in der Nacht von Freitag auf Samstag die nordwestlich gelegene Gemeinde Buganda und legten Feuer, bei dem 26 Menschen ums Leben kamen. Die Regierung spricht von einem Terrorangriff, Augenzeugen dagegen verdächtigen staatliche Milizen aufgrund des passiven Verhaltens von örtlichen Armeeposten und vermuten einen neuen Höhepunkt der Einschüchterungspolitik Nkurunziza. Während des Referendums war es ausländischer Presse verboten ins Land zu reisen. Wie sich diese Entwicklungen im Überwachungsstaat Burundi auf das Ergebnis der Abstimmung auswirken wird, bleibt abzuwarten.


Neuer Ausbruch von Ebola in D. R. Kongo


Ein erneuter Ausbruch des Ebola-Virus in der Demokratischen Republik Kongo hat international für Aufregung gesorgt. Nachdem der Virus zunächst in Bikoro, einem Landkreis nahe des Kongo-Flusses und an der Grenze zur Republik Kongo am 8. Mai ausgebrochen war, habe er sich inzwischen laut Angaben der WHO am Donnerstag jedoch bereits bis nach Mbandaka ausgebreitet, einer Stadt 150km nördlich mit ungefähr einer Million Einwohner. Man zählt bisher 23 Tote, bei 14 von ihnen wurde eine Ebola-Infektion bestätigt und 45 Kranke kommen insgesamt als Infizierte in Betracht. Allerdings kam es bereits nach der Ebola-Epidemie von 2014 zu 24 bestätigten Ebola-Ausbrüchen in Afrika, die sich allesamt nicht zu flächendeckenden Bedrohungen entwickelten. Die WHO ist mit Experten und mobilen Testlaboren vor Ort und lobte die gute Zusammenarbeit mit dem Präsidenten Joseph Kabila.


Und sonst?


Vergangene Woche wurden sechs schwarze Nashörner aus Südafrika in den Zakouma National Park im Tschad eingeflogen. Damit kehrt zum ersten Mal seit 46 Jahren wieder eine kleine Rhinozeros-Population in dem Land ein, dessen Landschaft bis Mitte des 20. Jahrhunderts noch von den Tieren dominiert wurde. Seit 1960 ist die Population auf dem Kontinent um 97,6% gesunken, vornehmlich durch Wilderei, sodass schätzungsweise lediglich 5.500 schwarze Nashörner verbleiben. Diese leben hauptsächlich in Südafrika, Simbabwe, Namibia und Kenia. Noch im März machte der Tod des letzten männlichen weißen Nashorns Schlagzeilen, der das Aussterben dieser verwandten Art besiegelte.

 

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