KW 44: Ausgang ungewiss

Pressespiegel vom 2.11. - 9.11.

Präsidentschaftswahlen in Madagaskar

Bei den Präsidentschaftswahlen in Madagaskar am Mittwoch standen nicht nur 36 Kandidaten zur Wahl, sondern mit Marc Ravalomanana und Andry Rajoelina auch zwei ehemalige Präsidenten des Landes. Der amtierende Präsident Hery Rajaonarimampianina hatte sein Amt im September verfassungsgemäß im Vorfeld der Wahlen niedergelegt und war zuletzt aufgrund von Versuchen, das Wahlrecht zu seinen Gunsten zu ändern, sehr umstritten. Den Auszählungen vom Donnerstag zufolge erlebte er nun mit nur etwa 3% der Stimmen eine verheerende Niederlage. Die beiden ehemaligen Staatschefs Rajoelina und Ravalomanana traten mit knapp 45%, bzw. 40% der Stimmen als die beiden stärksten Kandidaten hervor. Da keiner der Angetretenen eine absolute Mehrheit erreichen konnte, sieht die madagassische Verfassung eine Stichwahl zwischen Ravalomanana und Rajoelina vor, welche für den 19. Dezember angesetzt ist.

 

Zunehmende Diskriminierung von Homosexuellen in Tansania

In der größten tansanischen Stadt Dar es Salaam hat der dortige Gouverneur Paul Makonda die Bevölkerung dazu aufgerufen, Homosexuelle bei den Behörden zu melden und kündigte deren Verhaftung an. Makonda folgt damit dem “moralischen Kreuzzug” von Präsident John Magufuli, der unter Berufung auf christliche und muslimische Werte bereits eine Reihe fragwürdiger Gesetze eingeführt hat, wie etwa den unwiderrufbaren Schulverweis für schwangere Mädchen. Gleichgeschlechtliche Beziehungen sind in Tansania gesetzlich verboten und können mit lebenslanger Haftstrafe bestraft werden. Der Aufruf zur Denunziation stellt dennoch eine neue Dimension der Diskriminierung Homosexueller in dem ostafrikanischen Land dar und wurde entsprechend scharf von der UNO-Menschenrechtskommissarin kritisiert. Dass Präsident Magufuli von internationaler Kritik wenig beeindruckt wird, bewies er letzte Woche: Er verwies den EU-Botschafter in Tansania Roeland van de Geer des Landes, nachdem dieser den zunehmend repressiven Kurs des Präsidenten kritisiert hatte.

 

Und sonst?

Vom 13. bis 18. November findet im Berliner Kino Arsenal das Afrikamera Festival statt, welches der Förderung von zeitgenössischen Filmen aus Afrika gewidmet ist. Der diesjährige Fokus liegt auf dem Horn von Afrika. Viele der Filme feiern im Rahmen des Afrikamera Festivals ihre Deutschlandpremiere und werden unter Anwesenheit der Regisseure vorgestellt. Von teils preisgekrönten Dokumentationen über Spielfilme bis hin zu Kurzfilmen ist im sorgfältig kuratierten Programm für alle Afrika-Interessierten etwas dabei.

 

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