KW 31: Zweite Runde

Pressespiegel vom 27.7.-2.8.

Emmerson Mnangagwa als Präsident Simbabwes bestätigt

 

Der simbabwische Staatschef Emmerson Mnangagwa wurde durch die Wahlen am Montag in seinem Amt bestätigt. Laut Bekanntgabe der Wahlkommission ZEC heute Nacht gewann er mit 50,8 % und liegt somit etwa 300.000 Stimmen vor seinem Kontrahenten Nelson Chamisa, Spitzenkandidat der Oppositionspartei Movement for Democratic Change (MDC). Zudem untermauerte die Regierungspartei Zanu-PF ihre Macht mit dem Gewinn einer Zwei-Drittel-Mehrheit im Parlament. Bereits nach der Bekanntgabe der Zwischenergebnisse am Mittwoch sind in der Hauptstadt Harare Aufstände durch Anhänger der Oppositionspartei ausgebrochen, die gegen Wahlmanipulation protestierten. Bei Zusammenstößen von Militär und Demonstrierenden starben mindestens sechs Personen. Internationale Beobachter berichteten von Unregelmäßigkeiten im Vorfeld der Wahlen wie Wählereinschüchterung, parteiische Medien sowie eine Voreingenommenheit der Wahlkommission jeweils zugunsten der Regierungspartei Zanu-PF. Laut dem BBC-Nachrichtendienst deklariert Chamisa den Wahlausgang als Betrug und plant, das Votum gerichtlich anzufechten.

 

Wahlen in Mali erfordern eine zweite Runde

 

Am Sonntag fanden in Mali Präsidentschaftswahlen statt. Präsident Ibrahim Boubacar Keïta liegt beim ersten Wahlgang mit 41,4 % der Stimmen vorne. Am 12. August wird es nun zu einer Stichwahl zwischen ihm und Soumaila Cissé kommen. Cissé war einer der 24 Kandidaten und Kandidatinnen und erlangte 17,8 %. Um die Sicherheit der wählenden Bevölkerung zu gewährleisten, waren 30.000 malische Sicherheitskräfte im Einsatz. In einigen Regionen gab es dennoch Unregelmäßigkeiten, sodass eine Wahl unmöglich war. Die Mehrheit der oppositionellen Präsidentschaftskandidaten hat bereits am Mittwoch verkündet, die Wahlergebnisse nicht anzuerkennen. Internationale wie nationale Wahlbeobachter hatten, abgesehen von Organisationsabläufen, den Wahlvorgang größtenteils gelobt. Im Falle seiner Wiederwahl ist es fraglich, ob Keïta dieses Mal sein Wahlversprechen von Wiederherstellung des Friedens im Land halten kann, was schon das Ziel seiner ersten Amtszeit war, während derer sich die Sicherheitslage im Land aber weiter verschlechtert hat.

 

Und sonst?

 

Walt Disney Pictures gab vergangenes Wochenende die Produktion eines neuen live-action Märchenfilms bekannt, in der eine afrikanische Prinzessin ihr Königreich rettet. Die Idee von Prinzessin “Sadé”, dessen Name ebenfalls den Film betitelt, stammt unter anderem vom nigerianischen Autor Ola Shokunbi. Disney erhofft sich, mit "Sadé" an den Erfolg seines Marvel Blockbusters “Black Panther” anzuknüpfen, welcher erstmals eine fiktive afrikanische Nation mit einem schwarzen Superhelden porträtiert. Disney kämpft seit Jahren gegen rassistische und sexistische Vorwürfe an.  

 

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